Bayerische Bierkönigin Maria Krieger: „Frauen stehen neuen Biersorten aufgeschlossen gegenüber“

Im Gespräch mit Brikada zieht Maria Krieger eine vorläufige Bilanz als Bayerische Bierkönigin. Ihre Meinung über „Frauen und Bier“ liest sich sehr spannend und aufschlussreich!

Maria Krieger: Das Amt der Bayerischen Bierkönigin ist ein ganz besonderes, weil die Bierkönigin eine Lebensmittelbranche repräsentiert, die hohen kulturellen und gesellschaftlichen Mehrwert hat. Für mich als Bayerische Bierkönigin bedeutet das, dass ich sehr vielfältige Termine absolviere, die Brauereien noch besser kennen lerne und viel mit der Politik in Berührung komme. Besonders schön waren natürlich Termine rund ums Oktoberfest, aber auch die letzte Reise nach Abu Dhabi zusammen mit dem Bayerischen Landwirtschaftsministerium war ein besonderes Erlebnis; sieht man doch, welche Chancen bayerische Produkte fern der Heimat haben können.

 

Bildtext: Bayerische Bierkönigin Maria Krieger. Bayerischer Brauerbund

 

Zitat: „Meiner Meinung nach muss, wer Wertschätzung für Bier wecken will, die Frauen gewinnen und ich denke, das sollte auch gesunder Ansporn für Brauereien sein.“ Bayerische Bierkönigin Maria Krieger

 

Stimmt es Ihrer Meinung nach, dass Frauen immer mehr Bayerische Bierspezialitäten genießen?
Frauen können überzeugt werden, indem glaubhaft der handwerkliche Charakter beim Bierbrauen kommuniziert wird sowie die daraus resultierenden besonderen geschmacklichen Eigenheiten. Mein Eindruck ist, das Frauen den neuen Biersorten wie Pale Ales oder Bieren, die mit besonderen Hefen und außergewöhnlichen Getreidesorten gebraut werden, aufgeschlossener gegenüber stehen und durchaus interessiert sind, wenn man erklärt, woher das Bier seinen Geschmack und seinen Duft hat.

Welches Bayerische Bier trinken Sie am liebsten?
Für mich ist wichtig zu spüren, dass dem Bier beim Brauen Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Menschen sind verschieden und deswegen dürfen Biere verschiedener Brauereien auch durchaus unterschiedlichen Charakter haben – natürlich frei von Geschmacksfehlern. Ich überlege immer, welches Bier würde am besten zum Essen passen. Bayerisches Weißbier und Helles sind unverwechselbar, aber manchmal passt einfach am besten ein trockenes Pils. Als bewusste Biertrinkerin hängt mein Lieblingsbier also stark von Laune und Essen ab. Gut, dass die Auswahl bayerischer Biere so groß ist.

 

Bildtext: Bayerische Bierkönigin Maria Krieger ist bewusste Biergenießerin. Foto: Bayerischer Brauerbund 

 

Welche Aufgaben erwarten Sie für 2014?
Anfang des Jahres erwarten mich einige Neujahrsempfänge, die Grüne Woche in Berlin, sowie der Brauer-Skicup in Rettenberg. Anschließend startet die Bockbiersaison, sowie der Worldbeercup in Denver, USA. Langsam werde ich routiniert im Amt und freue mich auf die verbleibenden fünf Monate in meinem Amt.

 

Was planen Sie nach Ihrer Amtszeit – persönlich/beruflich?
Am liebsten wäre ich Brauereichefin in der elterlichen Brauerei in Riedenburg geworden. In Zukunft wird jedoch mein Bruder die Brauerei leiten. Momentan schließe ich mein Studium mit der Masterarbeit ab. Anschließend freue ich mich über neue berufliche Herausforderungen und werde dem bayerischen Bier mit Sicherheit verbunden bleiben.
Die Fragen stellte Brigitte Karch

Weitere Informationen:
www.bayerisches-bier.de

Titelbild: Bayerische Bierkönigin Maria Krieger. Foto: Bayerischer Brauerbund