Barbara Frischmuth: Machtnix oder Der Lauf, den die Welt nahm

Wien. – Ein Hirnling namens Niki, Ratten, die retten, eine zweifaltige Kröte, ein Zipfelkrötenfrosch, ein Blindgänger namens Gottfried – in Barbara Frischmuths neuem Roman „Machtnix“ treffen Leserinnen auf die merkwürdigsten Gestalten und eine urwüchsige Sprachschöpfungen, die in herrlichem Gegensatz zur allgemeinen Verschluderung der deutschen Sprache stehen.

Die Geschichte ist sehr ernst. Machtnix ist ein Mädchen, das aus einem Lager fortläuft und das gemeinsam mit den oben genannten Wesen hofft, dem Krieg zu entfliehen. „Stoppt die Zentrale!“ lautet die rätselhafte Devise. Aber ohne die Ratten – vergessen wir ihren schlechten Ruf – würde es ein schlimmes Ende nehmen. Wie sagt der Oberratt am Ende der Story? „Wir haben die Zentrale gestoppt. Wahrscheinlich gibt es gar keinen Krieg mehr, kapiert?“

Schön wär’s.

Brikada-Empfehlung: Allein Barbara Frischmuths Sprache ist ein geradezu archaischer Genuss.

Über die Autorin: Barbara Frischmuth wurde im Laufe ihres Schriftstellerlebens mit Auszeichnungen überhäuft. Sie hat Türkisch, Ungarisch und Orientalistik studiert und lebt in Altaussee als freie Schriftstellerin.
Autorin: Doris Losch

Weitere Informationen:
www.residenzverlag.at

Barbara Frischmuth: „Machtnix oder Der Lauf, den die Welt nahm“, Hardcover mit Schutzumschlag, 220 Seiten, Euro 22.00, ISBN 978 37017 1703 3, erschienen im Residenzverlag, Salzburg/Wien.