Cordula Simon: Der Neubauer

Wien. – Wer oder was ist der Neubauer? Kommt er oder kommt er nicht, gibt es ihn überhaupt? Hat der Neubauer mit Katze Gina zu tun?

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Es liegt ein Hochstaplerroman vor. Mit dem schwer in „die Tarán“ verliebten Ich-Erzähler stellt sich rasch Mitgefühl ein. Seine Taschen sind leer und er muss sich immer dreistere Tricks einfallen lassen, um zu einer warmen Mahlzeit und einer kostenlosen Unterkunft zu kommen. Er trifft auf gelangweilte, aber reiche Wiener Hipster und sammelt auf seiner Reise durch die Zeit eine sehr sympathische Katze namens Gina ein (sie schaut zu Recht ein wenig fassungslos auf die auf dem Cover abgebildete Couch).

Es geht drunter und drüber, die Sprache ist direkt und unmissverständlich zeitgenössisch („natürlich“ kommen auch Fäkal-Ausdrücke vor), aber amüsant und intelligent.

Brikada-Empfehlung: Viele Irrungen und Wirrungen, denen die Leserinnen gerne, doch manchmal irritiert und ratlos folgen.

Über die Autorin: Cordula Simon hat deutsche und russische Philologie in Graz und Odessa studiert. Sie ist Mitglied der Literaturgruppe „plattform“ und koordiniert die Jugend-Literatur-Werkstatt Graz. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Autorin: Doris Losch

Cordula Simon: Der Neubauer, Hardcover mit Schutzumschlag, 200 Seiten, Euro 20.00, ISBN 978 3 7017 1685 2, erschienen im Residenz-Verlag, Salzburg/Wien.

Weitere Informationen:
www.residenzverlag.at