Petra Hammesfahr: Als Luca verschwand

München. – Vorweg: Fast alle handelnden Personen haben einen an der Waffel. Und Familienbande – wie immer man dieses Wort auch auslegt – haben es in sich.

Da tut sich auch Kommissar Klinkhammer, der übrigens am Ende zur operativen Fallanalyse wechselt und sich aus dem täglichen Ermittlungsgeschäft verabschiedet (ist vielleicht auch besser so), schwer die Fäden zu entwirren.

Der neun Monate alte Luca wurde entführt, ist möglicherweise nicht mehr am Leben. Die Mutter, eine Zicke, hat ein verhängnisvolles Faible für preisreduzierte Kosmetik, der Vater hat mit „Mutti“ so seine Schwierigkeiten. Mustergültig ist die Ehe natürlich auch nicht. Und wer ist die „Frau mit dem Poncho“? Eine liebe Oma, die gerne Süßigkeiten an Kinder verteilt, oder hegt sie ganz andere Absichten?

Leserinnen sind alle 496 (!) Seiten gespannt, manchmal auch genervt von den sich nur langsam klärenden Handlungssträngen. Aber das Buch zur Seite zu legen, bevor es zu Ende gelesen ist, das kann niemand.

Brikada-Empfehlung: Ausdauer ist vonnöten, wird aber belohnt.

Über die Autorin: Petra Hammesfahr schreibt internationale Bestseller und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Viele Romane – wie aktuell „Die Sünderin“ wurden verfilmt, unter dem Titel „The Sinner“ mit Jessica Biel in der Hauptrolle als US-TV-Serie für den Golden Globe nominiert.
Autorin: Doris Losch

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