Über den Tellerrand

München/Berlin. – Der 2014 gegründete Verein „Über den Tellerrand e.V.“, Berlin, setzt sich für ein respektvolles friedliches Miteinander von Menschen verschiedener Kulturen ein – unter ausdrücklicher Einbeziehung der Kulinarik. Denn wie die Liebe geht auch die Völkerverständigung zweifellos durch den Magen.

Deutsche, Schweizer und Österreichische Koch-Profis haben gemeinsam mit Geflüchteten aus Afghanistan, Syrien, Gambia, Pakistan, Niger und Ägypten raffinierte Rezeptideen für Menüfolgen und Einzelspeisen entwickelt. Eine willkürliche Auswahl: Jakobsmuscheln mit Nussbutter an Apfel-Couscous, Marillenkerncreme, Fleischbällchen an Kirschsauce, Fatir mit Zwetschgenröster und Limetteneis, Hirse-Paranuss-Tabouleh, Karamellisierte Karotten-Grießnocken-Fusion …

Dass sie großen Spaß hatten, beweisen die rund um den Herd aufgenommenen Fotos. Es sind beeindruckende bärtige Charakterköpfe zu sehen – wozu insbesondere Andreas Tuffentsammer aus Oberdorf und sein Kochpartner (könnte rein optisch auch sein Bruder sein) Mudar El Sheich Ahmad zählen. Sowie mit gutem Willen Ralf Zacherl, der mit der Syrerin Alaa Abu Hashem kocht und zwar Foul mit Sesam-Favabohnen an Gurkensalat, knusprige Hähnchenschenkel an Mangold, Nussigen Filoteig an libanesischer Nacht mit Beeren.

Leserinnen und Leser mit Sinn für Zeitgeist lassen sich von diesem Buch gerne inspirieren. Es sind vor allem auch die „lebhaften Fotos“ von Carina Adam sowie das stimmige Foodstyling von Sabine Hueck, die die Lektüre so lesenswert machen.
Autorin: Doris Losch

Über den Tellerrand: „Eine Prise Heimat – Das Fusionskochbuch“, gebunden, 192 Seiten, „lebhafte Fotos“ von Carina Adam, Foodstyling von Sabine Hueck, deutsch/englisch, Euro 29.95, ISBN 978 3 86883 606 6, erschienen bei der Münchner Verlagsgruppe, München.

Weitere Informationen: 
www.ueberdentellerrand.org