Bankhaus Spängler: Bankhaus Spängler: Männer gewinnen nicht immer – aber oft genug


Die ehemalige Politikerin und Vizekanzlerin Österreichs referierte am „Ladies Day“ des Bankhaus Spängler auf dem Ausflugsschiff MS Schmittenhöhe in Zell am See.

Gewinnen die Männer immer? Das war die Ausgangsfrage an einem sommerlichen Nachmittag, an dem Riess mit geladenen Gästen der Bank-Fililalen rund um die Themen Frauenquote, Erfolg und Führungsstrukturen diskutierte. „Nein, sie gewinnen sicher nicht immer“, sagt die erfolgreiche Managerin. „Und man muss sich auch bewusst werden, dass sich in den letzten zwanzig Jahren sehr viel zum Positiven verändert hat – besonders in Österreich."

Dennoch: In vielen Branchen gibt es nach wie vor praktisch keine oder nur sehr wenige Frauen in Spitzenpositionen, so zum Beispiel in der Finanzwelt oder in den Medien. Es brauche ein weiteres Umdenken in der Gesellschaft. „Der Begriff ‘Karrierefrau’ hat immer noch den negativen Beigeschmack in Form von ‘Beißzange’, den Begriff vom ‘Karrieremann’ gibt es hingegen gar nicht – Männerkarrieren sind selbstverständlich“, beklagt Riess.

Die Wüstenrot-Chefin ist keine Anhängerin von Quotenregelungen: „Diese Vorgaben bringen nichts und lösen das Problem nicht, weil dann Frauen in bestimmte Sektoren und Posten abgeschoben werden, in denen sie nichts bewirken können oder eben eher für den Arbeitgeber
‘bequeme’ Frauen dafür ausgewählt werden, die keine großen Ambitionen hegen.“ Um Frauen künftig noch mehr berufliche Chancen zu eröffnen, seien vor allem eine gute Organisation, Flexibilität und Kreativität von allen Seiten nötig, so Riess.

Weitere Informationen:
www.spaengler.at

(Der Link wurde am 27.06.2012 getestet.)

Bildtext: Diskutierten am „Ladies Day“ in Zell am See: Wüstenrot-Generaldirektorin Susanne Riess (r.) und Ute Sonnleithner, Filialleiterin im Bankhaus Spängler Kaprun.