MINT: Zu Besuch bei Bosch in Stuttgart


Ein abwechslungsreicher Arbeitstag beginnt: Wenn Dr. Filiz Memis-Lennartz das Werksgelände bei der Robert Bosch GmbH in Leinfelden-Echterdingen im Raum Stuttgart betritt, zieht sie keineswegs den typischen Blaumann an, sondern sie fährt in ihr Büro. Von dort hat die promovierte Maschinenbauingenieurin eine gute Sicht über das Werksgelände.

Bei Bosch hat sie schon mehrere Stationen und Abteilungen durchlaufen und kennengelernt. So war sie unter anderem bereits in der Fertigungsplanung tätig. Dabei stehen eine Menge Fragen im Raum, auf die sie Antworten findet: Welche Anlagen werden wo benötigt, welche Maschinen und Werkzeuge und auch welche Teammitglieder werden welche Verantwortungsbereiche und Tätigkeiten übernehmen? Seit vier Jahren nun ist sie bei Bosch als Projektleiterin für Kostensenkungsprojekte für die technische und wirtschaftliche Analyse von Produktionsverfahren zuständig. "Die Arbeitsmöglichkeiten als Maschinenbauerin sind abwechslungsreich und vielfältig: dazu zählen Projektarbeit und -entwicklung, Qualitätssicherung, aber auch der technische Einkauf. Vor allem aber ist es Teamarbeit", so die zweifache Mutter, die derzeit in Teilzeit arbeitet, manchmal sogar von zuhause aus.

Auch Telearbeit ist bei Bosch gelebte Realität und trotzdem nur ein Teil des Anspruchs des Traditionsunternehmens mit seinen rund 280.000 Mitarbeitern: "Hier in Stuttgart wie auf der ganzen Welt haben wir uns bei Bosch die gezielte Ansprache und Förderung von Frauen sowie die Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf die Fahnen geschrieben – und wir fahren aufgrund vielschichtiger Förderungsangebote gut damit", weiß Heidi Stock, verantwortlich bei Bosch für Equal Opportunities, zu berichten.

Laut Heidi Stock zielt das Engagement von Bosch auch darauf ab, weibliche Vorbilder zu schaffen und die Perspektivenvielfalt in einem technischen Beruf aufzuzeigen. "Dazu zählt auch", ergänzt Prof. Barbara Schwarze, Leiterin der Geschäftsstelle des Nationalen Paktes für Frauen in MINT-Berufen, "den derzeitigen Anteil der Absolventinnen von 20 Prozent im Maschinenbau und neun Prozent in der Elektrotechnik deutlich zu steigern. Jungen Frauen mehr Informationen zum MINT-Berufsalltag zur Verfügung zu stellen, ist nur eines von vielen Zielvorhaben der zahlreichen MINT-Partner wie Bosch", fasst Prof. Barbara Schwarze die langfristige Herausforderung zusammen.

Weitere Informationen:
www.komm-mach-mint.de
www.komm-mach-mint.de/…
twitter.com/komm_mach_MINT
(Die Links wurden am 16.05.2009 getestet.)