Fünf Jahre Girls’ Day in Tübingen


Der Girls’ Day wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ihm liegt die Idee zu Grunde, Mädchen frühzeitig an handwerkliche sowie technisch-naturwissenschaftliche Berufe heranzuführen. In den entsprechenden Branchen sind Frauen immer noch stark unterrepräsentiert. Mädchen haben meist die besseren Schulabschlüsse und Noten als Jungen, schöpfen aber die vielfältigen Möglichkeiten in technischen und naturwissenschaftlichen Berufsbereichen nicht genug aus – mit benachteiligenden Auswirkungen auf Durchschnittseinkommen, gesellschaftlichen Status und Einfluss von Frauen.

Der Mädchen-Zukunftstag soll helfen, den Mädchen praxisnahe und spannende Einblicke in eine Vielzahl von Berufen zu ermöglichen sowie eventuelle Vorbehalte gegenüber ‚frauenuntypischen’ Berufen abzubauen – ein wichtiger Schritt in Richtung Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt.

Mit dem Engagement von Verwaltung, Handwerk, Industrie und der Universität können den Tübinger Schülerinnen am Ort des Geschehens praxisnahe Einblicke in den Berufsalltag eher ‚männertypischer’ Tätigkeitsbereiche gewährt werden. Mögliche Veranstaltungen können sein: Betriebs-, Institutsführungen, Gesprächen mit Ausbildern oder Auszubildenden, Mitarbeit in Betrieben oder Laboren und Ähnliches mehr.

Der Nutzen liegt auf beiden Seiten: Am Girls’ Day erhalten Mädchen Einblicke in neue Berufsbilder, können praktisch tätig sein und nehmen neue Möglichkeiten wahr. Das ebnet den Zugang zu handwerklichen, technikorientierten sowie naturwissenschaftlichen Arbeitsfeldern. Unternehmen und Institute wiederum haben die Chance, unter den gut ausgebildeten und motivierten Mädchen Anwärterinnen für freie Ausbildungsplätze der kommenden Jahre auszuwählen. Letzteres dürfte insbesondere für diejenigen Branchen interessant sein, denen es aufgrund der demographischen Entwicklung an geeignetem Nachwuchs mangelt.

Um die Veranstalter des Girls’ Day bei der Planung nach allen Kräften zu unterstützen ist im Büro der Gleichstellungsbeauftragten eine Koordinationsstelle eingerichtet worden. Unternehmen, Betriebe, Institute und alle weiteren Interessenten erhalten hier weitere Informationen: Dr. Susanne Omran Tel. 07071/204- 1483, Fax 07071/204-1007, E-Mail gleichstellungsbeauftragte@tuebingen.de.

Weitere Informationen:
www.tuebingen.de und
www.girls-day.de

(Die Links wurden am 18.02.2008 getestet.)

Bild: Mädchen feilt in den Werkstätten der Karl Storz GmbH & Co. KG, Tuttlingen.