Das gefällt auch Kindern von heute. Sie können lachen und sie dürfen sich auch ein wenig gruseln, etwa wenn sich die Korallenschlange im Maul des Krokodilkaimans schlängelt …
Und die zwei wilden titelgebenden Raupen? Sie sehen nach ihrer Flucht aus dem Knast wie Zebras aus und gönnen sich den nächsten Blätterschmaus. (Diese Raupen bilden sozusagen ein wissenschaftliches Pendant zur kleinen Raupe Nimmersatt …)
All diese kleinen Geschichten stecken mit etwas Phantasie in den detailreichen Bildern Maria Sibylla Merians und sie machen froh! In einem Reim heißt es nämlich „Runterrutschen auf dem Po - Ananas macht alle froh!“. Brikada-Empfehlung: Das Buch ist besonders für Mädchen sehr empfehlenswert. Maria Sibylla Merian, die sich alleine mit ihrer Tochter im 17. Jahrhundert auf die damals sehr beschwerliche Reise nach Surinam (damals Niederländisch-Guyana) begab, um im südamerikanischen Urwald Insekten zu erforschen, ist ein hervorragendes Beispiel für selbständige Frauen, als es den Begriff Emanzipation noch gar nicht gab.Das Buch kann auch durchaus als Beitrag zum Verarmen der Insektenwelt gelten.
Marion Blomeyer / Vera Schroeder: „Zwei wilde Raupen – Die Abenteuer in den Bildern von Mria Sybilla Merian“, gebunden, gestaltet von Marion Blomeyer, mit Versen von Vera Schroeder, 32 Seiten, 16 Abb. In Farbe, Euro 15.90, ISBN 978 3 9436 -1651-4, erschienen im Verlag Klinkhardt und Biermann, München. Autorin: Doris Losch
Weitere Informationen: www.klinkhardtundbiermann.de www.hirmerverlag.deDieser Text wird als Teil des Brikada-Archivs bewahrt und nicht mehr aktualisiert. Termine, Angebote und externe Verweise können inzwischen überholt sein.



