Speyer. - Nach einer Ausstellungsverlängerung bis zum 12. Januar 2020 endete die Schau der unvergessenen Schauspielerin und Stil-Ikone Marilyn Monroe. Zur Freude von Museumsdirektor Alexander Schubert und dem Team des Historischen Museums der Pfalz ließen sich rund 65.000 BesucherInnen in den Bann des einstigen Hollywood-Stars ziehen.

„Mit der biographischen Ausstellung zu Marilyn Monroe haben wir uns als Kulturhistorisches Museum auf ungewohntes Terrain begeben. Der Blick auf eine herausragende Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts bot zugleich die Gelegenheit, spannende politische Zeitumstände in den USA wie etwa Kennedys Präsidentschaft, den Korea-Krieg, die McCarthy-Ära, die Rassentrennung oder auch generell das Geschlechterverhältnis in den 50er Jahren zu beleuchten“, so Alexander Schubert.

Die Ausstellung zeigte auf 1000 Quadratmetern rund 400 Exponate, darunter viele Objekte aus dem Nachlass der Leinwand-Legende, die tiefen Einblick in ihr Privatleben gaben: Zu den ganz persönlichen Exponaten zählen Marilyn Monroes Terminkalender von 1961 mit privaten Aufzeichnungen, aber auch Schuhe, Kleidungsstücke, private Fotoaufnahmen, Zeichnungen und Briefe.

Der Großteil der Objekte stammte aus der exklusiven Privatsammlung von Ted Stampfer, der weltweit in Art und Zusammenstellung größten Sammlung.

Als letztes Objekt kam eines der berühmtesten Porträts von Marilyn Monroe nach Speyer: Das Wilhelm-Hack Museum Ludwigshafen lieh dem Historischen Museum der Pfalz für die letzten sechs Wochen eine der weltbekannten originalen Siebdruckgrafiken von Andy Warhol aus.

Und nicht zuletzt konnte im Rahmen der Ausstellungsarbeiten eine biografische Lücke im Leben des deutschen Fotografen Manfred Linus Kreiner geschlossen werden, der 1959 während der Werbetour in Chicago zu dem Film „Manche mögen‘s heiß“ einzigartige Bilder von Marilyn Monroe machen durfte. War bis 2019 die genaue Herkunft des Fotografen unbekannt, konnte das Museum mit Hilfe des Stadtarchivs Speyer belegen, dass er 1926 in Speyer geboren wurde.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung reichte von einem Monroe-Filmabend im Wohnzimmer der Speyerer Oberbürgermeisterin über Sonderaufführungen des Billy Wilder-Klassikers „Manche mögen`s heiß“ in Kooperation mit dem Cineplex-Kino über Fachvorträge im Historischen Museum der Pfalz bis zum Schminkkurs „Schön wie Marilyn“ mit der VHS Speyer.
(Quelle: Historisches Museum der Pfalz)

Aktuelles Programm:
Noch bis zum 14. Juni zeigt das Historische Museum der Pfalz die interaktive Schau für Familien „Der Grüffelo – Die Ausstellung“ und bis zum 21. Juni die kulturhistorische Ausstellung „Der Medicus – Die Macht des Wissens“.

Weitere Informationen:
www.museum.speyer.de

Bildunterschrift: Porträt-Aufnahme von 1953 in Hollywood. Bildnachweis: Foto: Alfred Eisenstaedt/The LIFE Images Collection/Getty Images

Bildunterschrift: Marilyn Monroe blickt 1955 von der Dachterrasse des New Yorker Ambassador Hotels auf die Park Avenue hinunter. Bildnachweis: Foto: Ed Feingersh/Getty Images

Bildunterschrift: Ikonisches Bild der Marilyn Monroe während des Drehs zum Film „Das verflixte 7. Jahr“ über dem Luftschachtgitter der Untergrundbahn. Neben ihr Schauspieler Tom Ewell. September 1954, Ecke 51st Street and Lexington Avenue in New York. Bildnachweis: Foto: Sam Shaw/Shaw Family Archives/Getty Images

Marilyn Monroe in dem Film „Bus Stop“, 1956. Bildnachweis: Foto: Milton Green ©Ted Stampfer

Bildunterschrift: Marilyn Monroe 1957 mit einer Zeitung im New Yorker Central Park. Bildnachweis: Foto: Sam Shaw/Getty Images

Bildunterschrift: Koffer von Marilyns Hochzeitsreise mit Joe DiMaggio. Bildnachweis: Foto: ©Ted Stampfer

Bildunterschrift: Diesen Schuh trug Marilyn Monroe im Januar 1955 bei einem Pressetermin als sie die Gründung ihrer Produktionsfirma Marilyn Monroe Productions, Inc. bekannt gab. Bildnachweis: Foto: ©Ted Stampfer

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