Regensburg. - Sie können zupacken, sind clever, innovativ, umweltbewusst und agieren erfolgreich in ihrem Beruf: Im Bayerwald und im Bayerischen Golf- und Thermenland üben engagierte Frauen Berufe aus, die traditionell eher in Männerhand liegen.

In Deutschlands erstem und ältestem Nationalpark, dem Nationalpark Bayerischer Wald, darf die Natur noch Natur sein. Welche Wunder es in der Wildnis des Bayerischen Waldes gibt, was Natur kann, wie das Wechselspiel zwischen Klima, Flora und Fauna funktioniert, wie Tiere und Pflanzen ihre Rolle im Urwald verteidigen, all diese Fragen beantwortet die Nationalparkrangerin Kristin Biebl aus Frauenau auf speziellen Fachführungen. Sie überprüft, säubert und sichert die Wege und kümmert sich um die im Wald lebenden Tiere.

Die Liebe zur Natur im Bayerischen Wald und somit zu ihrer beginnt bei Kristin Biebl schon im Kindesalter. Mit elf Jahren schloss sie sich den Junior-Rangern des Nationalparks an. Vogelhäuschen bauen, auf Berge wandern und Moorgebiete entdecken - Kristin Biebl war begeistert beschloss, eines Tages Rangerin zu werden.

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Ihre Berufswahl fanden viele damals sehr ungewöhnlich, doch ließ sich Renate Schweiger von ihrer Liebe zu Schiffen und zu bayerischen Flüssen nicht abbringen und wurde Schiffsführerin. Seit 35 Jahren ist sie nun als Kapitänin eines Personenschiffs auf der Donau bei Kelheim im Bayerischen Golf- und Thermenland unterwegs. Stolze 280 Tonnen schwer und 50 Meter lang ist das Ausflugsschiff, das die Kapitänin mit fröhlichen Gästen an Bord durch den Donaudurchbruch zur Benediktinerabtei Kloster Weltenburg manövriert.

1984 erwarb Renate Schweiger das Donau-Kapitänspatent, 1979 hatte sie als 15-Jährige die Ausbildung zur Binnenschifferin begonnen. Sie baute das traditionelle Angebot des Unternehmens aus: Zu den Linienausflügen kamen Charterfahrten und Firmenausflüge
- nicht nur auf der Donau, auch auf der Altmühl sind ihre Schweiger-Schiffe unterwegs.

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Glas und der Bayerische Wald gehören für die Glaskünstlerin Magdalena Paukner aus der Nähe von Zwiesel einfach zusammen. Die Tradition des Glashandwerks wurde der
35-Jährigen in die Wiege gelegt: Sowohl ihr Vater als auch ihr Großvater waren Glasschleifer. Sie selbst entschied sich dann ebenso für eine Ausbildung an der Glasfachschule - als einzige Frau in einer Gruppe männlicher Azubis. "Bei der Arbeit mit heißem Glas am Ofen ist der Funke dann wortwörtlich auf mich übergesprungen", sagt die Glasmacherin. Nach harten Lehrjahren in den Glashütten des Bayerischen Waldes arbeitete Magdalena Paukner zunächst bei einem Nürnberger Glaskünstler. Die Kunden waren von ihren Arbeiten so begeistert, dass sie beschloss, sich mit ihrer Glaskunst selbstständig zu machen und in den Bayerischen Wald zurückzukehren.

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Nicht unerwähnt bleiben sollen zudem die Schwestern Elisabeth Hintermann und Maximiliana Pangerl, die 1987 das Familienunternehmen Mühldorfer in der fünften Generation weiterführten. Der einstige Kaufladen mit angeschlossener Bettfedernfabrikation ist heute Marktführer bei der Ausstattung internationaler First-Class- und Luxushotels mit Daunendecken, Kissen und Matratzenauflagen.

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Eine klösterliche Braumeisterin gibt es auf der Welt nur einmal: bei den Franziskanerinnen von Mallersdorf bei Straubing: Schwester Doris braut hier das "Mallersdorfer". Gut 3.000 Hektoliter Gerstensaft produziert die Braumeisterin mit ihrem einzigen Angestellten im Jahr - dazu 800 Hektoliter Limonade. Jede Woche verwandelt Schwester Doris 76 Hektoliter Wasser in Bier.

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Eine der wenigen Frauen im Buchmarktgeschäft ist die 57-jährige Krimiautorin Dagmar Isabel Schmidbauer aus dem Bayerischen Wald. Sie veröffentlichte bisher sieben Krimis, darunter "Goldgier", "Und dann kam das Wasser" oder "Dann stirb doch selber". 2003 war Dagmar Isabel Schmidbauer eine der Ersten, die einen sogenannten Regionalkrimi herausbrachte.
(Quelle: obx)

Weitere Informationen:
www.ostbayern-tourismus.de

* Nationalparkrangerin Kristin Biebl im ältesten Nationalpark Deutschland, dem Nationalpark Bayerischer Wald.
Foto: obx-news/Tourismusverband Ostbayern

* Schiffskapitänin Renate Schweiger auf ihrem Schiff. Foto: obx-news/Tourismusverband Ostbayern

*Glaskünstlerin Magdalena Paukner, Lindberg, und ihr Kunstwerk "Urkräuter". Foto:
obx-news/Tourismusverband Ostbayern

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