Das Lenbachhaus zeigt die erste museale Einzelausstellung der Künstlerin Sheela Gowda in Deutschland. Sheela Gowda, die in Bengaluru/Indien lebt und arbeitet...
Das Lenbachhaus zeigt die erste museale Einzelausstellung der Künstlerin Sheela Gowda in Deutschland. Sheela Gowda, die in Bengaluru/Indien lebt und arbeitet...

München. - Das Lenbachhaus ist geschlossen und die für den 30. März geplante Eröffnung der Ausstellung „Sheela Gowda. It.. Matters“ entfällt zunächst. Das Team vom Lenbachhaus reagiert auf die derzeitige Situation und bietet nunmehr Möglichkeiten, die in den vergangenen zwei Jahren vorbereitete Ausstellung digital einem interessierten Publikum näher zubringen.

Im Zuge dessen entstand umfängliches Video-, Ton- und Bildmaterial, so dass die Betrachter/Zuhörer das Schaffen der Künstlerin besser kennenlernen können.

Sheela Gowda, die in Bengaluru in Indien lebt und arbeitet, verwendet für ihre raumgreifenden Installationen landesspezifische Materialien wie Kuhdung, Kumkum-Pulver, Kokosfasern, Haare, Nadeln, Fäden oder Steine. Dabei erzählen die Materialien und ihr gestalterischer Einsatz Geschichten, die mit kultisch-spirituellem Gebrauch einerseits und mit dem wirtschaftlich-funktionalen Nutzen ihrer Verwertung andererseits zusammenhängen. Arbeitsbedingungen, Produktionskreisläufe, urbane Infrastruktur, traditionelles und modernes Leben sind Themen in Sheela Gowdas Kunst.

"Ihre Installationen sind Portale, die uns in eine andere Welt führen", kommentiert Hans Ulrich Obrist, weltberühmter Schweizer Kurator, das Werk von Sheela Gowda. Das Team vom Lenbachhaus lädt nun ein, durch den Ausstellungsfilm, Interviews und Podcasts auf der Website in die Arbeitsweise von Sheela Gowda einzutauchen, verbunden mit der Hoffnung, dass das Publikum ihre Werke bald auch vor Ort im Lenbachhaus erleben können. Denn Sheela Gowda hat die magische Fähigkeit, aus Alltagsmaterialien Objekte und Räume zu erzeugen, die sinnliche, körperliche Erfahrungen ermöglichen.

PORTRÄTFILM
Der Film Shedding Light gibt Einblicke in die Arbeits- und Lebenswelt der Künstlerin Sheela Gowda und ihr über 30 Jahre währendes Schaffen. Die Filmemacher Friedrich Rackwitz und Stephan Vorbrugg besuchten die Künstlerin in ihrem Atelier in Bengaluru und beobachteten sie und die Kuratorin Eva Huttenlauch vor Ort in Indien sowie bei der Entstehung der Ausstellung im Lenbachhaus. Sheela Gowda erschließt die Gedankenwelt hinter ihren Werken und erzählt humorvoll Anekdoten.

Internationale AusstellungsmacherInnen wie Ute Meta Bauer, Hans Ulrich Obrist, die Kuratorin der Ausstellung Eva Huttenlauch und die Kunstkritikerin Zehra Jumabhoy sprechen über tieferliegende Bedeutungen der Kunstwerke und ihre sozialpolitischen Dimensionen.

BEGRÜSSUNG UND EINFÜHRUNG
Was wäre eine Ausstellungseröffnung ohne eine kurze Begrüßungsrede und ein paar Worte des Dankes? Lenbachhaus-Direktor Matthias Mühling spricht heute per Videobotschaft.

Kuratorin Eva Huttenlauch führt ebenfalls per Video kurz in die Ausstellung ein, die erstmals das Werk Sheela Gowdas in diesem Umfang in Deutschland präsentiert.

PODCASTS
Im Gespräch gibt Kuratorin Eva Huttenlauch Einblick in die Arbeitsweise Sheela Gowdas und die Materialien, die sie verwendet. Warum benutzt sie Kuhdung, was bedeutet Menschenhaar in ihrer Kunst? Wie denkt sie über Arbeitsbedingungen und Produktionsmechanismen? Welcher Zusammenhang zwischen dem Lokalen und dem Globalen stellt sich durch ihre Werke her?

In den nächsten Wochen folgen weitere Podcasts u.a. mit Sheela Gowda, Ute Meta Bauer und Zehra Jumabhoy.
(Quelle: Lenbachhaus)

Weitere Informationen:
https://www.youtube.com/watch?v=fojBzMnXq2I
https://www.lenbachhaus.de/
https://soundcloud.com/lenbachhaus/sheela-gowda-it-matters-kuratorin-eva-huttenlauch-im-gesprach
https://www.youtube.com/watch?v=epCgZ7M8lsc
https://www.youtube.com/watch?v=g26pIslvsTE&t=14s
https://www.youtube.com/watch?v=sbGsrUgmzNk

http://www.marialassnig.org/news/#a528

Zuerst auf Facebook veröffentlicht. Zum Originalbeitrag ↗