
Nürnberg. - „Bei Anruf Kunst!“ heißt das neue Vermittlungsformat. Interessierte können beim Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ) unter Tel. 0911/1331-238 oder per Mail unter erwachsene@kpz-nuernberg.de einen Termin für eine kostenlose Telefonsprechstunde vereinbaren. Ein Kunstvermittler ruft zum verabredeten Zeitpunkt an und erläutert eine halbe Stunde lang Besonderheiten und Details zu einem vorher ausgewählten Werk aus der Sammlung des Germanischen Nationalmuseums (GNM).
Zur Auswahl stehen beispielsweise ein Selbstbildnis von Anna Dorothea Therbusch, die sich lesend mit einem Buch in der Hand zeigt – eine Tätigkeit, für die in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen viele wieder mehr Muße haben, oder ein Familienbildnis, das die Bedeutung inniger Familienband betont.
Ein Landschaftsbild lässt theoretisch in die Ferne schweifen, die Darstellung eines Festmahls feiert das gesellige Beisammensein, warnt auf den zweiten Blick aber vor zu viel Nähe und Tuchfühlung. Weitere Exponate zelebrieren das häusliche Beisammensein der Kernfamilie bei Hausmusik oder beim Kaffeetrinken, sie inszenieren Helden ihrer Zeit oder setzen sich mit Sinnfragen des Lebens auseinander.
Eine Übersicht aller Themen und Ansprechpartner finden Sie auf der website des Germanischen Nationalmuseums.
Weitere Informationen:
www.gnm.de/museum/bei-anruf-kunst
* Auf der Suche nach dem höheren Ziel: Viele Menschen stellen sich gerade heute die Sinnfrage und suchen nach dem, was wirklich wichtig ist. Das Gemälde von Franz Ludwig Catel zeigt Pilger auf dem Weg nach Loreto. Ein Sinnbild spirituellen Strebens, das weit über eine reine Landschaftsschilderung hinausgeht – eines der für ein Telefongespräch zur Auswahl stehenden Werke.
Abb.: Franz Ludwig Catel: Pilgerfahrt, 1852, Germanisches Nationalmuseum, Dauerleihgabe der Museen der Stadt Nürnberg
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