






Köln/München.- 1906 malt die Schwedin Hilma af Klint ihr erstes abstraktes Bild, Jahre vor Kandinsky, Mondrian und Malewitsch: Die Erfinderin der Abstraktion war eine Frau.
Insgesamt erschafft sie über 1500 abstrakte Gemälde, die der Nachwelt Jahrzehnte verborgen bleiben. Erst in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts werden Teile ihres Werkes der Kunstwelt öffentlich gemacht. Wie kann es sein, dass eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts die abstrakte Malerei begründet und niemand nimmt davon Notiz? Vielleicht auch deshalb, weil Hilma af Klint bestimmte, dass ihr Werk frühestens 20 Jahre nach ihrem Tod veröffentlicht werden durfte?
Die cineastische Annäherung an eine Pionierin, deren sinnliches Werk nicht nur künstlerisch fasziniert, zeigt eine lebenslange Sinnsuche, die das Leben jenseits des Sichtbaren erfassen will.
Die außergewöhnliche Gedankenwelt der Hilma af Klint reicht dabei von Biologie und Astronomie über Theosophie bis hin zur Relativitätstheorie und umspannt einen faszinierenden Kosmos aus einzigartigen Bildern und Notizen.
Heute begeistert die Künstlerin Millionen mit ihrem schrankenlosen Denken, welches in einem überwältigenden Oeuvre gipfelt und die Geschichtsschreibung der Kunst auf den Kopf stellt.
Nun ist es der Wissbegierde der Regisseurin Halina Dyrschka zu verdanken, die mit dem mitreißenden Kinofilm „Jenseits des Sichtbaren“ (Filmverleih mindjazz pictures), den unglaublich Lebensweg der Künstlerin Hilma af Klint wiederentdeckt und zu neuem Leben verhilft, wenn auch posthum!
Über Halina Dyrschka: Die Berliner Regisseurin gründete die Produktionsfirma Ambrosia Film. Nach Schauspielstudium und klassischem Gesang, absolvierte sie den Master of Arts in Filmproduktion. Mit ihrem ersten Kurzfilm „9einhalbs Abschied“ als Regisseurin erzielte sie weltweite Anerkennung und gewann mehr als 10 Preise. Ebenso machte sie sich als Drehbuchautorin einen Namen und legte mit dem Dokumentarfilm über Hilma af Klint „Jenseits des Sichtbaren“ ihr Langfilmdebüt vor. Es ist der erste Film über diese Pionierin der Abstraktion überhaupt.
TECHNISCHE INFORMATION:
Kino-Dokumentarfilm, 93 Min., HD, Farbe, 16:9, DCP
Sprachen Deutsch/Englisch/Schwedisch
Regie Halina Dyrschka
Kamera Alicja Pahl, Luana Knipfer
Schnitt Antje Lass, Mario Orias, Halina Dyrschka
Musik Damian Scholl („Beuys”)
Sounddesign Niklas Kammertöns
Produzenten Eva Illmer, Halina Dyrschka
Verleih Deutschland mindjazz pictures
Gefördert von:
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Kulturelle
Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern und FFHSH Filmwerkstatt Kiel
Der Kölner Verleih mindjazz pictures ist mit drei Filmen, darunter „Jenseits des Sichtbaren – Hilma af Klint“, bei der 35. Ausgabe des DOK.fest München in diesem Jahr vertreten. Als erstes großes Dokumentarfilmfestival in Deutschland wird das DOK.fest München vom 6. bis 24. Mai 2020 als ONLINE-Festival durchgeführt. Der Film wird in der Sektion DOK.panorama limitiert online zu sehen sein und mit einer Auszeichnung während des Festivals gekürt.
Die Produzentinnen Eva Illmer und Halina Dyrschka werden mit dem 7.500 Euro dotierten VFF-Dokumentarfilm-Produktionspreis ausgezeichnet. Der Preis würdigt die Arbeit der Produzent*innen von Dokumentarfilmen und ist in Deutschland einmalig.
Alle Filme sind vom 6. bis 24. Mai für jeweils 4,50 Euro (oder freiwillig 5,50 Euro inklusive 1 Euro Beitrag für die Partnerkinos) unter www.dokfest-muenchen.de zu sehen. Mit einem Festivalpass für 50 Euro sind alle Filme abrufbar.
Weitere Informationen:
www.mindjazz-pictures.de
www.dokfest-muenchen.de
- Hilma-af-Klint-Poster zum Kinofilm „Jenseits des Sichtbaren. Foto: © © mindjazz pictures
- Halina vor Grossen 10. Kinofilm „Jenseits des Sichtbaren. Foto: © mindjazz pictures
- Hilma malt 1. Kinofilm „Jenseits des Sichtbaren. Foto: © mindjazz pictures
- Hilma malt 3. Kinofilm „Jenseits des Sichtbaren. Foto: © mindjazz pictures
- Hilma malt 5. Kinofilm „Jenseits des Sichtbaren. Foto: © mindjazz pictures
- Hilma Porträt. Kinofilm „Jenseits des Sichtbaren. Foto: © mindjazz pictures
- mit Filmkamera Halina Dyrschka, Director BTV: „Die Zeit ist reif, die Geschichten von Frauen nicht mehr nur aus einer Opferperspektive zubetrachten sondern endlich auch von den Heldinnen zu erzählen. Hilma af Klint war eine starke Frau, die Trotz der Umstände und unbeirrt aller Rückschläge ihre Kunst erschuf.“ Kinofilm „Jenseits des Sichtbaren“. Foto: © mindjazz pictures
Zuerst auf Facebook veröffentlicht. Zum Originalbeitrag ↗


