München/Innsbruck. - Am 2. Dezember 1949 fand im SOS-Kinderdorf Imst bei Innsbruck das Richtfest für das erste Familienhaus (Haus „Frieden“) statt – es wurde Zuhause für die ersten neun „SOS-Kinder“. Und es war die Initialzündung für eine Hilfsorganisation, die heute weltweit 1,5 Millionen Kinder und Erwachsene unterstützt.

Mit der Gründung der Organisation SOS-Kinderdörfer leiteten Hermann Gmeiner und sein Team 1949 eine neue Ära ein: Waisen und von der Gesellschaft unerwünschte, ausgegrenzte Kinder sollten nicht mehr in Waisenhäusern, Erziehungsanstalten und Heimen verwahrt werden, sondern im Schutz und der Geborgenheit einer SOS-Kinderdorf-Familie aufwachsen. Für die damalige Zeit eine revolutionäre Idee und soziale Innovation.

70 Jahre später leben weltweit rund 45.000 Kinder in 572 SOS-Kinderdörfern. Außerdem betreibt die Hilfsorganisation 217 Kindergärten, 176 Schulen, 59 Berufsausbildungszentren, 57 Kliniken, über 700 Sozialzentren und 36 Nothilfeprogramme in insgesamt 137 Ländern und unterstützt damit 1,5 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben.
(Quelle: SOS-Kinderdörfer weltweit)

Ausschnitte aus der SOS-Kinderdörfer-Historie:
+ „Für den Start hatte Gmeiner persönlich ganze 600 Schilling zur Realisierung seiner Idee. Die eigentliche Basis stellte Mitstreiterin Maria Hofer mit dem Erlös eines Grundstückes in Igls (ca. 50.000 Schilling) zur Verfügung. Damit konnte Gmeiner das Grundstück kaufen und erste Spendenaufrufe und Werbeaktivitäten finanzieren.“
+ „Beate Schmitt, SOS-Kinderdorf-Mutter Seekirchen (O-Ton-Audio 0:18): ‚Von allen sozialen Berufen, in denen man mit Kindern arbeiten kann, hat mir die Kinderdorf-Familie am besten gefallen, weil ich mich da mit meiner ganzen Person einbringen kann. Ich wollte gerne diesen Beruf, wo ich eben im Haus mit den Kindern lebe, sie dann auch wachsen sehe und sie auch mehrere Jahre begleiten kann.‘“

Weitere Informationen:
www.sos-kinderdoerfer.de

  • Die erste SOS-Familie zeigt sich glücklich auf dem Balkon von "Haus Frieden", dem ersten SOS-Familienhaus. Foto: SOS-Kinderdörfer weltweit
  • Hermann Gmeiner 1985 im SOS-Kinderdorf Assomada auf den Kapverden. Foto: SOS-Archiv/ SOS-Kinderdörfer weltweit

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