


Leipzig. - Murano gilt als Inbegriff der italienischen Glasgestaltung par excellence. Ihre Tradition reicht zurück bis ins 14. Jahrhundert, als Venedig seine schon damals berühmte Glasherstellung auf
die benachbarte Insel verlagert hatte.
Rund 300 hochkarätige Werke aus einer der größten privaten Sammlungen von Murano-Glas, der Sammlung Lutz Holz, werden vom 7.11.2020 bis 15.08.2021 an zwei Ausstellungsorten gezeigt: In der Art déco-Pfeilerhalle des GRASSI Museums für Angewandte Kunst und im Ausstellungsraum der TECHNE SPHERE in Leipzig-Plagwitz.
Die Ausstellung im Museum zeigt Muranoglas in seinen vielen Facetten durch Werke von zwei der bedeutendsten Persönlichkeiten des Glasdesigns: Ercole Barovier und Yoichi Ohira.
Ercole Barovier (1889-1974) leitete die berühmte Manufaktur Barovier&Toso von 1933 bis 1972 und prägte sie bereits seit 1919. Mit seinen neuen und experimentellen Techniken bestimmte er entschieden die Glaskunst des 20. Jahrhunderts.
Exemplarisch für die Glaskunst Muranos im 21. Jahrhundert stehen die Arbeiten des Japaners Yoichi Ohira (*1946). Seine Objekte weisen gestalterische Momente auf, die der jahrhundertealten venezianischen Glaskunst in der Begegnung mit japanischer Kunst völlig neue künstlerische Dimensionen eröffnen.
Die Schau lädt dazu ein, Glas in vielfältigen Variationen und künstlerischen sowie technischen Höchstleistungen der Glaskünstler Muranos zu entdecken.
In Halle 9 der TECHNE SPHERE LEIPZIG werden zwei berühmte Architekten gewürdigt – Carlo Scarpa (1906-1978) und Tomaso Buzzi (1900-1981). Hier sind ausgewählte Objekte nach
ihren Entwürfen vom 07.11.2020 bis 31.03.2021 zu sehen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (168 S., 240 Abb., Sandstein Verlag, 21,5 cm x 21,5 cm, Klappbroschur, 24 EUR).
(Quelle: Grassi Museum)
Weitere Informationen:
www.grassimak.de/museum/sonderausstellungen/murano/
www.grassimak.de
* Ercole Barovier, Intarsio (1961), Ausführung: Barovier & Toso, H:30 cm, Foto: Martin Adam
* Ercole Barovier, PDA, prova di artista (1940), a fasce verticali, Foto: Martin Adam
*Yoichi Ohira, Bocciolo (2004), 18,7cm
Zuerst auf Facebook veröffentlicht. Zum Originalbeitrag ↗


