Meister Heinrich Frauenlob, Codex Manesse, Universitätsbibliothek Heidelberg. © Universitätsbibliothek Heidelberg
Meister Heinrich Frauenlob, Codex Manesse, Universitätsbibliothek Heidelberg. © Universitätsbibliothek Heidelberg
Codex Manesse. Foto: @ Radek Brunecky; Ausstellungsgestaltung Holzer Kobler Architekturen
Codex Manesse. Foto: @ Radek Brunecky; Ausstellungsgestaltung Holzer Kobler Architekturen
Landesmuseum Mainz © GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz. Foto: © Foto: Ursula Rudischer
Landesmuseum Mainz © GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz. Foto: © Foto: Ursula Rudischer

Mainz. - „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“, die große Landesausstellung im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), zählt mit ihren spektakulären Exponaten als eine Ausstellung der Superlative! Unter den zahlreichen großartigen Exponaten befindet sich auch der Codex Manesse - Das Who´s who der Minnesänger.

Exkurs über den Codex Manesse
Sein Thema ist die höfische Minne, sein Wert ist unbezahlbar. Er ist die systematische Liedsammlung einer ganzen Epoche. 140 verschiedene Dichter und 5240 Liedstrophen wurden durch ihn unsterblich: Der Codex Manesse

Die Manessische Handschrift entstand um 1300 in Zürich auf Initiative von Rüdiger und Johann Manesse. Mehr als 50% aller heute bekannten Minnesängerliteratur ist in diesem Buch der Bücher überliefert.

So faszinierend seine, mehr als 700 Jahre dauernde schicksalsreiche Reise durch Europa ist, so genial ist die Ordnung seines Inhaltes. Seine Erschaffer legten die ständische Abfolge der Reihenfolge aller hier präsentierten Minnesänger zu Grunde. Am Anfang stehen Kaiser und König, es folgen die Herzöge, Grafen und Markgrafen.

Die adeligen und nichtadeligen Minnesänger reihen sich ebenso ein, wie die bürgerlichen Meister und Spielleute einfachen Standes. Musikalisch betrachtet war das Mittelalter die Wiege und Geburtsstätte einer einzigartigen Vielfalt an Musikinstrumenten und Kompositionen.

Einen „gemalten Klang“ höchster Güte bilden noch heute die im Codex Manesse abgebildeten Musikinstrumente. Die 426 Pergamentblätter des Codex enthalten 137 ganzseitige Miniaturen und zeigen sogar hier eine Rangfolge der Instrumente in ihrer praktischen Nutzung.

Unangefochten liegt die Fidel an der Spitze und ist neunmal zu bewundern. Ihr folgen jeweils mit fünf Szenen die Schalmei und die Handtrommel. Zweimal sind Sackpfeife, Schofar, Harfe, Querflöte und Busine abgebildet.

Auch wenn der Codex Manesse-Experte Lothar Voetz von einem „Buch mit sieben Siegeln“ spricht, so präsentiert es doch mit Walther von der Vogelweide, Hartmann von Aue, Neidhart von Reuental, Heinrich von Meißen, genannt Frauenlob, Wolfram von Eschenbach und dem Thannhäuser die berühmtesten Minnesänger des deutschen Sprachraums. Der Codex Manesse ist eines der Top-Exponate der großen Landesausstellung 2020 in Mainz.

Noch bis zum 18. April 2021 kann man sie erleben und dem Mittelalter, das von außergewöhnlichen Machthabern geprägt war, begegnen, ja neu entdecken.
(Quelle: Cab Artis)

Weitere Informationen:
www.kaiser2020.de
www.cab-artis.de

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  • Codex Manesse. Foto: @ Radek Brunecky; Ausstellungsgestaltung Holzer Kobler Architekturen

* Landesmuseum Mainz © GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz. Foto: © Foto: Ursula Rudischer

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