Hildegard Hamm-Brücher (Bundesarchiv, B 145 Bild-F049586-0029 / Gräfingholt, Detlef / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv B 145 Bild-F049586-0029, Frankfurt, FDP-Bundesparteitag, Hamm-Brücher, CC BY-SA 3.0 DE)
Hildegard Hamm-Brücher (Bundesarchiv, B 145 Bild-F049586-0029 / Gräfingholt, Detlef / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv B 145 Bild-F049586-0029, Frankfurt, FDP-Bundesparteitag, Hamm-Brücher, CC BY-SA 3.0 DE)
Dr. Hildegard Nimmesgern, Vorsitzende der GDCh-Kommission für Chancengleichheit in der Chemie. Foto: GDCh
Dr. Hildegard Nimmesgern, Vorsitzende der GDCh-Kommission für Chancengleichheit in der Chemie. Foto: GDCh
GDCh-Präsident Professor Dr. Peter R. Schreiner. Foto: GDCh
GDCh-Präsident Professor Dr. Peter R. Schreiner. Foto: GDCh

Frankfurt/Main. - Erstmals schreibt die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) den Hildegard-Hamm-Brücher-Preis für Chancengleichheit aus. Er ist mit 7500 Euro dotiert. Damit setzt die GDCh ein sichtbares Zeichen und würdigt vorbildhafte Leistungen zur Schaffung von mehr Chancengleichheit in der Chemie.

Ausgezeichnet werden Einzelpersonen, Teams oder Organisationen, die sich mit innovativen Projekten für Chancengleichheit einsetzen oder eingesetzt haben. Ziel ist es, Best-Practice-Beispiele und Rollenvorbilder für chancengerechtes Handeln sichtbar zu machen und zur Nachahmung anzuregen.

GDCh-Präsident Professor Dr. Peter R. Schreiner betonte im Interview, dass Chancengleichheit eine Daueraufgabe sei, um auf breiter Ebene Bewusstsein für Chancengerechtigkeit und gegen Diskriminierung zu schaffen.

Wie es zur Benennung des Preises nach Hildegard Hamm-Brücher kam, erklärt die Vorsitzende der GDCh-Kommission für Chancengleichheit in der Chemie, Dr. Hildegard Nimmesgern, im Interview: „Wir haben zuerst unter den Pionierinnen der Chemie geschaut. Diese waren zwar beruflich erfolgreich, aber über ihr gesellschaftspolitisches Engagement ist nichts oder kaum was bekannt. Und wir wollten ja eine Chemikerin, so sind wir auf Hildegard Hamm-Brücher gekommen. Sie zeigt eine spannende Biografie.“

Hildegard Hamm-Brücher (1921-2016) war Chemikerin und wurde 1945 bei Nobelpreisträger Professor Heinrich Wieland in München promoviert. Nach Kriegsende wurde sie Wissenschaftsredakteurin bei der Neuen Zeitung. Dort traf sie mit Theodor Heuss, ihrem politischen Mentor, und vielen anderen demokratisch Gesinnten zusammen. Hildegard Hamm-Brücher galt als „Grande Dame“ der deutschen Nachkriegspolitik.

Sie stand nicht nur für Freiheit und Demokratie, sondern auch für ein konsequent wertebasiertes Handeln. Unermüdlich kämpfte sie gegen Missstände an. Sie setzte sich u.a. für ein besseres Bildungssystem ein und ermutigte Frauen, sich mehr zu engagieren. Im Jahr 1994 wurde sie als erste Frau für die Bundespräsidentenwahl nominiert. Neben ihren öffentlichen Ämtern zeigte sie großes gesellschaftliches Engagement und erhielt zahlreiche Ehrungen.

Der Preis wird im Rahmen des Wissenschaftsforum Chemie 2021 erstmals verliehen. Nominierungen sind bis Ende Februar möglich.
(Quelle: GDCh)

Weitere Informationen:
www.gdch.de/hhb-preis

  • Hildegard Hamm-Brücher (Bundesarchiv, B 145 Bild-F049586-0029 / Gräfingholt, Detlef / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv B 145 Bild-F049586-0029, Frankfurt, FDP-Bundesparteitag, Hamm-Brücher, CC BY-SA 3.0 DE)
  • Dr. Hildegard Nimmesgern, Vorsitzende der GDCh-Kommission für Chancengleichheit in der Chemie. Foto: GDCh
  • GDCh-Präsident Professor Dr. Peter R. Schreiner. Foto: GDCh

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