Angelique Karekezi (links) und Eugenie Mukandanga (rechts), Geschäftsführerin von Rwashoscco, zu Besuch in der Rösterei Meyer & Horn mit Geschäftsführerin Cornelia Meyer (Mitte), Foto: Karin Desmarowitz
Angelique Karekezi (links) und Eugenie Mukandanga (rechts), Geschäftsführerin von Rwashoscco, zu Besuch in der Rösterei Meyer & Horn mit Geschäftsführerin Cornelia Meyer (Mitte), Foto: Karin Desmarowitz
Foto: Jule Frommelt
Foto: Jule Frommelt

Hamburg. - Das ist eine ausgesprochene Neuheit am Kaffeemarkt: Ein ruandisches Bäuerinnenkollektiv beauftragt einen deutschen Mittelständler, die von einer Frau geleiteten Rösterei Meyer & Horn in Hamburg, mit dem Rösten ihrer Kaffeebohnen.

Damit drehen die Frauen aus Afrika den ansonsten bekannten Weg um: sie suchen aktiv den Absatz ihrer Kaffeebohnen in Europa zu etablieren, wollen sich von den Abhängigkeiten des börsengehandelten Kaffees befreien und setzen zugleich auf gemeinsame Frauenpower.

Angelique’s Finest wurde 2018 im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne auf den deutschen Markt gebracht. Die Marke entstand im Rahmen eines Projektes in den ruandischen Kaffeekooperativen. Die Frauen unter den Mitgliedern schlossen sich zusammen, um sich weiterzubilden, auszutauschen und gegenseitig zu stärken. Angelique’s Finest - Strong Women Strong Coffee - liegt als Produkt komplett in der Verantwortung von Frauen. Auch die Markenrechte liegen bei den Produzentinnen in Ruanda.

Die Kaffeemarke der Frauen erfreut sich wachsender Beliebtheit und ist mittlerweile auch im Sortiment der Drogeriekette dm vertreten. Gemeinsames Ziel ist es, Angelique’s Finest als starke, weibliche und afrikanische Marke im deutschen Einzelhandel aufzubauen.

Dabei stoßen die Produzentinnen nun jedoch an ihre Grenzen. Für ein höheres Absatzvolumen ist die Ausstattung vor Ort in Ruanda jedoch - zumindest aktuell - nicht ausreichend. Mit der Lohnrösterei Meyer & Horn hat Angelique’s Finest die Wunschpartnerin gefunden.

„Die Proberöstungen und Verkostungen sagen mir schon jetzt, das ist ein tolles Produkt mit einer großartigen Botschaft.”, so Cornelia Meyer, Geschäftsführerin von Meyer & Horn.

Angelique Karekezi ist Geschäftsführerin von Rwashoscco, dem Unternehmen, das in Ruanda für den Vertrieb von Angelique’s Finest zuständig ist. Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent den ruandischen Kaffeekooperativen. Angelique ist auch Namenspatin des Kaffees und entwickelte Anfang des Jahres mit Chef-Rösterin Eugenie Mukandanga gemeinsam mit Meyer & Horn das Röstprofil für die Aroma- und Espresso-Röstungen.

“Wir sind hocherfreut mit Meyer & Horn und der Geschäftsführerin Frau Cornelia Meyer eine Rösterei gefunden zu haben, die unsere Werte teilt. Die Zusammenarbeit ermöglicht es uns, noch mehr Kaffee der Produzenten unter ihrer eigenen Marke Angelique’s Finest zu verkaufen. Durch die erhöhten Produktionskapazitäten verdienen die Frauen nun sogar noch etwas mehr,” so Angelique Karekezi.

“Das ist ein weiterer Meilenstein für Angelique’s Finest,” so Eugenie Mukandanga, Qualitäts-Managerin bei Rwashoscco in Ruanda. “Ich freue mich sehr, dass Angelique’s Finest nun in einer so modernen Röstanlage verarbeitet wird. Die Produktionskosten werden sinken und wir können das Marktvolumen vergrößern, so dass die Produzentinnen höhere Umsätze erwirtschaften.”

Tatsächlich verdienen die Bäuerinnen pro verkauftem Kilogramm Kaffee 107 Prozent mehr, wenn dieser als Angelique's Finest verkauft wird, als wenn sie den Rohkaffee verkaufen. Für 2021 – so die Prognose – sollen 32 Prozent der Ernte der Bäuerinnen als Angelique's Finest verkauft werden können. Die Arbeitsplätze in Ruanda bleiben erhalten.
(Quelle: Kaffeekoop)

Weitere Informationen:
angeliquesfinest.de

  • Angelique Karekezi (links) und Eugenie Mukandanga (rechts), Geschäftsführerin von Rwashoscco, zu Besuch in der Rösterei Meyer & Horn mit Geschäftsführerin Cornelia Meyer (Mitte), Foto: Karin Desmarowitz
  • Foto: Jule Frommelt

Zuerst auf Facebook veröffentlicht. Zum Originalbeitrag ↗