Regensburg. - Er war seit 1952 und bis zu seinem Tod Chef des Fürstenhauses Thurn und Taxis und damit Verwalter eines Milliardenvermögens. Am 12. Dezember 1990, vor fast genau 30 Jahren, starb Fürst Johannes von Thurn und Taxis im Alter von 64 Jahren nach zwei Herz-Transplantationen in einem Münchner Klinikum.

Die Fürstendynastie von Thurn und Taxis hatte, vor allem aus der Lizenz zur Postbeförderung, ein Vermögen angehäuft, das beim Tod von Johannes auf rund zwei Milliarden Euro geschätzt wurde. Der Großvater von Johannes, Albert von Thurn und Taxis, hatte seinen Enkel vor seinem Tod testamentarisch zum Universalerben des riesigen Vermögens der Thurn und Taxis eingesetzt und seinen Söhnen Franz Joseph und Karl August nur den Nießbrauch überlassen.

Seine berufliche Lehre begann Johannes mit einer Banklehre. Anfang der 1960er Jahre stieg er in die Verwaltung des Fürstenhauses ein und dehnte den Besitz auf Südamerika aus. Heute zählt das Fürstenhaus zu Europas größten Forsteigentümern und besitzt zahlreiche Firmenbeteiligungen.

Nach dem Tod von Johannes verwaltet über Jahre hinweg Gloria von Thurn und Taxis vom Familiensitz Schloss Emmeram in Regensburg aus den Besitz der Fürstenfamilie. Mittlerweile hat Sohn Albert zusammen mit zugekauften Managern die Aufgaben seines Vaters übernommen.

Bis zu seiner späten Heirat im Alter von 54 Jahren mit der 34 Jahre jüngeren Mariae Gloria Gräfin von Schönburg-Glauchau im Jahre 1980 galt Johannes, das 11. Oberhaupt der Thurn- und Taxis-Dynastie, nicht nur als erfolgreicher Unternehmer, sondern auch als Partyschreck. Fürst Johannes starb nach der zweiten Herzverpflanzung am 12. Dezember in einem Münchner Klinikum.
(Quelle: obx)

Foto: Fürst Johannes von Thurn und Taxis und seine Frau Gloria Foto: 8mobili, Wikipedia Creative Commons, lizenziert unter CreativeCommons-Lizenz by-sa-2.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/legalcode)

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