



Region Setouchi/Japan. - Das Neujahrsfest ist zwar vorbei, aber es lohnt sich zurück auf kulinarische Besonderheiten anderer Länder zu blicken. So bereiten sich etwa die Japaner auf das Omisoka, das japanische Silvester, ganz anders vor als wir es kennen.
Beispielsweise pflegen die sieben Präfekturen der Region Setouchi ein traditionelles, folkloristisches Jahresende. Spezielle Neujahrsgerichte, Besuche heiliger Tempel und Schreine und das Hinausfahren aufs Binnenmeer am Silvestermorgen zählen zu den angestammten Ritualen.
Seit der Edo-Ära (um 1800) essen die Japaner traditionell am 31. Dezember „Toshikoshi Soba" (Buchweizen-Nudeln), außer in der Präfektur Kagawa, wo „Udon-Nudeln” (aus Weizenmehl) bevorzugt werden. Aber Vorsicht: Wenn auch nur noch eine einzige Nudel auf dem Teller übrig bleibt, bringen sie kein Glück für das kommende Jahr!
In der Vergangenheit bereitete jeder Haushalt seine eigenen Nudeln zu und teilte sie mit den anderen. Sie werden heute in verschiedenen Teilen Japans hergestellt. Die „Iya Soba", die im ganzen Land sehr beliebt sind, werden auch in den abgelegenen Bergen westlich von Tokushima in der Region Setouchi angefertigt.
Traditionelle Speisen
Am Neujahrstag kommen Familien zusammen und verbringen Zeit miteinander. Köstliche Gerichte werden zu diesem Fest zubereitet, wie zum Beispiel Mochis, eine Art klebriger Reiskuchen. Zoni, oder Ozoni, eine Suppe, in die ein salziger Mochi getaucht wird und am 1. Januar gegessen wird. Es gibt so viele Zoni wie es Regionen in Japan gibt, und jede Variation dieses ikonischen Gerichts spiegelt ihr gastronomisches Erbe wider.
Aus der Präfektur Kagawa stammt die Kagawa Anmochi Zoni, eine köstliche Miso-Brühe mit Radieschen, Karotten und vielen anderen Gemüsesorten. Auch eine spezielle Zoni aus süßer roter Bohnenpaste wird hier hergestellt.
Während der Edo-Zeit war diese Zoni ein luxuriöses Geschenk, das es den Menschen erlaubte, an diesem Festtag kostbare Leckereien zu essen. Heutzutage werden den Kindern kleine Geschenke und Taschengeld gegeben, aber die Tradition der Zoni besteht fort!
(Quelle: Setouchi Tourism)
Weitere Informationen:
https://setouchitrip.com/de/
Zuerst auf Facebook veröffentlicht. Zum Originalbeitrag ↗


