
Wie heißt es wo in Bayerisch-Schwaben?
Augsburg. – Scharmützel, Scharmitzi, Guggel oder Gug. Das sind mögliche schwäbisch-alemannische Dialektbezeichnungen für eine spitze Papiertüte.
Diese und viele weitere dialektale Bezeichnungen aus dem ostschwäbischen und niederalemannischen Dialektraum erforscht und dokumentiert das Projekt „DIBS“, das Dialektologische Informationssystem für Bayerisch-Schwaben, das vom Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Alfred Wildfeuer von der Universität Augsburg geleitet wird.
DIBS ist kein Wörterbuch im klassischen Sinne. Das Dialektologische Informationssystem von Bayerisch-Schwaben ist ein digitales Wörterbuch. Die elektronische Datenbank von DIBS enthält an die 300.000 Einzelbelege. Die beiden Redakteurinnen, Dr. Edith Burkhart-Funk und Brigitte Schwarz, haben sie aus zirka 400 verschiedenen Quellen zusammengetragen und wissenschaftlich aufgearbeitet.
Hauptsächlich haben sie dabei Quellen aus dem 20. Jahrhundert berücksichtigt, wie etwa Wortsammlungen oder Belegdaten aus dem Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben von Prof. Dr. Werner König (Universität Augsburg). Die ältesten Quellen reichen jedoch bis ins 18. Jahrhundert zurück.
(Quelle: AW/MH)
Weitere Informationen:
https://lexhelfer.dibs.badw.de
Bild: © Universität Augsburg
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