Bonn. - Rund 17 Millionen Gärten, dazu begrünte Dächer und Fassaden – private Grünanlagen üben großen Einfluss auf das Klima aus. Gartenbesitzer reduzieren in Städten den Hitzestress, schaffen Lebens- und Erlebnisräume für Mensch und Tier und betreiben immer öfter Selbstversorgung mit Gemüse und Obst. Doch der Einsatz von Pflanzengiften und der hohe Wasserverbrauch schädigen auch die Umwelt.

Gärten und bepflanzte Innenhöfe erfüllen städtebauliche, öko­logische und soziale Nutzen, die weit über die Grenzen des Gartenzauns hinausgehen. Das grüne Potenzial ist riesig: Über 6.800 Quadrat­kilometer groß ist die Fläche, die in Deutsch­land allein von privaten Gärten bedeckt wird. Immer öfter fördern daher Kommunen die Anlage von Natur­gärten mit finan­ziellen Zu­schüssen oder Steuer­er­mäßi­gungen.

Wildwuchs gewünscht
Bei der Anlage geht der Trend weg vom „kon­ven­tionellen“ arten­armen Garten mit akkurat geschnittener Rasen­fläche und exotischen Pflanzen. „Die Bereit­schaft, in einen Natur­garten zu investieren und mehr Bio­diversität zuzu­lassen, ist deutlich gewachsen“, bestätigt Stefanie Binder von der BHW Bausparkasse.

90 Prozent der Deutschen wünschen sich einen Garten, der Insekten, Bienen und Klein­tieren Lebens­raum bietet, so das Ergebnis einer Umfrage von BHW. Ebenso viele wollen auf chemische Un­kraut­ver­nichter verzichten. Der Anbau von eigenem Obst und Gemüse wird von 80 Prozent befür­wortet.

Natürlich ohne Gifteinsatz
Bei größeren Garten­um­bauten lohnt sich pro­fessio­nelle Beratung, um den Wert des Gartens nach­haltig zu steigern. Zwar geben die Deutschen rund 3,9 Mio. Euro jährlich allein für Garten­pflanzen aus. Doch die lohnende und geförderte Investition in wasser­sparende Systeme etwa mit Zisternen kommt zu kurz. Oft werden Boden­beschaffen­heit und Licht­verhält­nisse nicht berück­sichtigt, was Aufwand und Kosten verursacht.

Und immer noch ist zu viel Gift im Einsatz. 51 gly­phosat­haltige Un­kraut­ver­nichtungs­mittel sind für den Haus- und Klein­garten­bereich zu­gelassen, 40 Tonnen landen jährlich in deutschen Gärten. „Garten­besitzer können wirksam organische Dünger oder thermische Ver­fahren zur Un­kraut­bekämpfung einsetzen“, sagt Binder. Und sie schützen dadurch die Gesund­heit – von Mensch und Tier.
(Quelle: BHW Bausparkasse)

Weitere Informationen:
www.bhw.de

Natur- und Gemüsegärten schaffen ein gutes Klima – weit über den Gartenzaun hinaus!
Quelle: Gardena / BHW Bausparkasse

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