Cover AUGSBURG
Cover AUGSBURG

Regensburg. - Die Autorin Karin Schneider-Ferber und der Fotograf Norbert Liesz nehmen uns im prachtvollen Bildband „Augsburg“ an die Hand und zeigen uns auf einem Kulturspaziergang die historischen Stätten der Lech-Metropole.

In fünf Kapiteln wird Augsburg sichtbar mit seinen Bauten und gewachsenen Strukturen, die vor rund 2000 Jahren von den Römern angelegt wurden. Später, um 1600 war es der Baumeister Elias Holl, gebürtiger Augsburger, der die Stadt nach seinen Plänen im italienischen Renaissancestil erglänzen lies. Sein außerordentliches Wirken trägt mit dazu bei, das Augsburg nicht nur als das „deutsche Florenz“, sondern auch als „schönste Stadt der Welt“ apostrophiert wird.

Vom „Domviertel“ mit dem prachtvoll ausgestatteten Augsburger Dom, umgeben von Römermauer, Taufbrunnen und stattlichen Anwesen für Kleriker, führt der Kulturspaziergang zur „Bürgerlichen Oberstadt“. Beherrschender Straßenzug ist die Maximiliansstraße. Wobei es Jakob Fugger der Reiche war, der hier ein riesiges Häuserareal zum Nachtquartier im italienischen Renaissancestil errichten lies.

Das Rathaus, 1615 neu geschaffen von Elias Holl, zählt mit dem Perlachturm zum wichtigsten Anlaufpunkt im touristischen Besucherprogramm. Vor allem beim Goldenen Saal mit seiner vergoldeten Nussbaum-Kassettendecke findet die Begeisterung der Betrachter kaum ein Ende.

Im Kapitel „Ulrichsviertel“ stehen die prächtige Basilika St. Ulrich und Afra im Mittelpunkt. Unweit davon befindet sich das Heilig-Geist-Spital, eine karitative Einrichtung der Stadt Augsburg. Die weltberühmte Augsburger Puppenkiste ist hier zu Hause. Das nahegelegene ehemalige Kloster der Dominikanerinnen St. Margareth ist heute ein Seniorenheim und befindet sich in der Obhut der Altenhilfe der Stadt Augsburg. Die malerischen Rundbögen und Laubengang mit Kreuzrippengewölbe erinnern ebenfalls an italienische Renaissance.

„Lechviertel und Jakobervorstadt“ präsentieren Augsburg von seiner ausgesprochen verträumten Seite. Durchzogen von Lechkanälen bieten sich pittoreske Winkel wo einst Augsburgs Handwerker lebten und arbeiteten. Die Kirche St. Jakob bildet in der Jakobervorstadt einen prominenten Blickpunkt. Hier befindet sich ebenso die Fuggerei, die älteste existierende Sozialsiedlung er Welt, errichtet von Jakob Fugger dem Reichen, der sich nicht nur um seine wohlhabenden Gäste kümmerte, sondern auch als Wohltäter für Bedürftige auftrat.

Bei „Tore, Wälle, Festungsmauern“ geht es wehrhaft zu. Stadtbaumeister Elias Holl hinterließ seine Architektur-Handschrift wie etwa beim Rotem Tor mit dem Augsburger Kräutergarten, unweit vom städtischen Seniorenheim St. Margareth. Zum Schutz der Augsburger Bevölkerung zeugen die teilweise zu Fuß begehbaren Wallanlagen oder etwa das Wertachbrucker Tor.

„Lebensader Wasser“
Augsburg hat bereits seit Jahrhunderten eine spezielle Beziehung zum Lech und der Wertach mit einem besonders ausgeknobelten Wassersystem gepflegt. Aktuell gipfelt das im Augsburger Wassermanagement-System, das 2019 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde. Der Hochwasser-Ablass, das Brunnenmeisterhaus im Schwäbischen Handwerkermuseum, der St. Jakobs-Wasserturm oder die Wassertürme am Roten Tor sind beredte Zeitzeugen.

Der kulturhistorische Stadtbummel endet beim Roten Tor, dessen Wassertürme - markantes Zeichen für einheimische, inländische und internationale Augsburg Stadtbesucher.

Brikada-Empfehlung: Mit dem Buch AUGSBURG beweisen Autorin und Fotograf ihre spürbare Zuneigung für die Fuggerstadt. Es zeichnet sich aus durch prägnante, aufschlussreiche und unterhaltsame Texte von Karin Schneider-Färber. Norbert Liesz sorgt mit seinen exzellenten Fotos für visuelle Rundum-Erlebnisse.
Brigitte Karch

Norbert Liesz, geb. 1976, arbeitet als Fotograf für die Bereiche Architektur, Industrie, Produkt, Event, Reise und Natur in Augsburg.

Karin Schneider-Ferber, geb. 1965 in Augsburg, lebt als freie Autorin in Berlin. Sie schreibt u.a. für die Zeitschrift G/Geschichte; zahlreiche Publikationen zu historischen Themen.

AUGSBURG - Mit Texten in Deutsch, Englisch, Italienisch; Norbert Liesz/Karin Schneider-Ferber; 80 Seiten, gebundenes Buch,14,95 €, ISBN 9783791732206, erschienen im Verlag Friedrich Pustet.

Weitere Informationen:
www.verlag-pustet.de

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