Isabel Pin: „Damals der Dodo“ – Vom Aussterben und Überleben der Arten. Cover (Detail)
Isabel Pin: „Damals der Dodo“ – Vom Aussterben und Überleben der Arten. Cover (Detail)
Isabel Pin: „Damals der Dodo“ – Vom Aussterben und Überleben der Arten. Cover
Isabel Pin: „Damals der Dodo“ – Vom Aussterben und Überleben der Arten. Cover

Düsseldorf. - Wer hat denn schon von Dodo gehört oder gelesen? Dem rundlichen Vogel mit auffallend krummem Schnabel und zwei bis drei lustig geschweiften Federn an seinem Hinterteil? Völlig unbekannt? Kein Wunder, Dodo war einst auf der Insel Mauritius – liegt im Indischen Ozean - über Millionen Jahre beheimatet. Etwa 100 Jahre nach Entdeckung der Insel durch die Menschen war Dodo um 1690 ausgerottet.

Isabel Pin geht auf Spurensuche. Ein schwieriges Unterfangen, denn es gibt nur wenige Aufzeichnungen oder wissenschaftliche Belege über Dodos Aussehen, Nahrung und Lebensweise. Doch es gelingt ihr, das vorhandene Wissen über Dodo fundiert und kindgerecht so aufzubereiten, dass spannungsreiche Lesefreude entsteht. Nicht zuletzt sorgen Isabel Pins Illustrationen für Aufmerksamkeit und erhöhen die Lust der Leserinnen und Leser tief in die Welt vom Aussterben und Überleben der Arten einzusteigen.

So wie es Dodo einst erging – von diesem Schicksal sind auch heute viele Tierarten wie etwa China-Alligator, Europäischer Stör, Sumatra Orang-Utan oder Ägyptische Landschildkröte betroffen. Sie alle und noch viele mehr sind vom Aussterben bedrohte Tierarten.

Wissbegierig tauchen wir hier ein in die Schilderungen kluger Menschen wie der Paläontologin Mary Anning, Entdeckerin Jeanne Barte, Tierpräparatorin Hildegard Enting, Naturforscherin Maria Sybilla Merian und Zoologin Jane Goodall sowie dem Naturforscher (Taxonom) Carl von Linné, Botaniker Pierre Poivre und Ornithologen Gerald Mayr.

Die thematische Bandbreite umfasst neben Märchenhaftem, Phantasievollem und der ethischen Diskussion über das Wiederauftauchen verschwundener Tierarten auch einen Ausflug in die Kunst des 17. Jahrhunderts, in der Dodo in europäischen Kupferstichen und Malerei - meist völlig realitätsfern - dargestellt wurde. Den Dodoismus, ein hier eigens erfundener Begriff, setzt Isabel Pin im Vergleich zur Kunstrichtung Dadaismus, der „die Absurdität der Welt zum Ausdruck gebracht hat“ als Parabel ein.

Ein lesenswertes Kinder- und Erwachsenenbuch! Weder penetrant belehrend, noch verharmlosend zeichnet Isabel Pin den gefährdeten Zustand unseres Planeten auf. Ein Verzeichnis der Museum, in denen man den Dodo sehen kann – z.B. in Berlin, Frankfurt oder Wien – sowie zusätzliche Buchtipps und Internetseiten laden zum weiteren Forschen ein.
Brigitte Karch

Die Autorin und Illustratorin Isabel Pin, Jahrgang 1975, wurde in Versailles geboren, studierte in Straßburg und Hamburg. Sie verfasste bislang über 40 Bücher mit Illustrationen und Texten und wurde mit vielen internationalen Kinderbuchpreisen ausgezeichnet.

Martin Zwilling, Jahrgang 1975, wurde in Heidelberg geboren, studierte Geschichte und Politikwissenschaft in München und Berlin. Er arbeitet als Lektor und Übersetzer aus dem Französischen und Englischen.

Isabel Pin: „Damals der Dodo“ - Vom Aussterben und Überleben der Arten. Aus dem Französischen übersetzt von Martin Zwilling; Format: 24 x 32 cm, 72 Seiten, gebunden, fadengeheftet, mit Lesebändchen, gedruckt auf Recycling-Papier mit mineralölfreien Druckfarben ohne Folienverpackung, 25 €, ISBN 978-3-7920-0374-9, erschien im Karl Rauch Verlag.

Weitere Informationen:
https://karl-rauch-verlag.de
http://www.isabelpin.de/

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