NABU-Kampagne "Vogel des Jahres": Fotos: F. Derer/M. Schäf (2.53 MB)
NABU-Kampagne "Vogel des Jahres": Fotos: F. Derer/M. Schäf (2.53 MB)
NABU-Kampagne "Vogel des Jahres": Mehlschwalbe. Foto: M. Schäf (1.9 MB)
NABU-Kampagne "Vogel des Jahres": Mehlschwalbe. Foto: M. Schäf (1.9 MB)
NABU-Kampagne "Vogel des Jahres": Steinschmätzer. Foto: NABU/CEWE/Armin Siemering
NABU-Kampagne "Vogel des Jahres": Steinschmätzer. Foto: NABU/CEWE/Armin Siemering
NABU-Kampagne "Vogel des Jahres": Wiedehopf. Foto: NABU/CEWE/Paul Gläser
NABU-Kampagne "Vogel des Jahres": Wiedehopf. Foto: NABU/CEWE/Paul Gläser
NABU-Kampagne "Vogel des Jahres": Feldsperling. Foto: Marcus Bosch
NABU-Kampagne "Vogel des Jahres": Feldsperling. Foto: Marcus Bosch
NABU-Kampagne "Vogel des Jahres": Bluthänfling. Foto: NABU/CEWE/Magdalena Wlodarczak-Ihrig
NABU-Kampagne "Vogel des Jahres": Bluthänfling. Foto: NABU/CEWE/Magdalena Wlodarczak-Ihrig

NABU und LBV rufen erneut zur Wahl des Vogel des Jahres auf
Aus fünf Arten können alle ihren Favoriten bestimmen

Berlin. - Noch bis zum Vormittag des 18. November können Vogelfreundinnen und Vogelfreunde den Vogel des Jahres 2022 zum zweiten Mal öffentlich unter www.vogeldesjahres.de wählen und somit mitbestimmen, wer der neue Jahresvogel wird. Zur Vogelwahl rufen der NABU und sein bayerischer Partner, der LBV (Landesbund für Vogelschutz), auf.

In Deutschland leben 307 Vogelarten. Damit die Wahl etwas erleichtert wird, haben die Vogelkundler des NABU fünf Arten ausgesucht, unter denen abgestimmt werden kann. Für den Jahresvogel 2022 ins Rennen gehen: Bluthänfling, Feldsperling, Mehlschwalbe, Steinschmätzer und Wiedehopf.

„Jeder der fünf Vögel steht für ein Naturschutzthema, das unsere Aufmerksamkeit braucht“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „So sind mit Mehlschwalbe, Steinschmätzer und Wiedehopf gleich drei Zugvogelarten auf der Wahlliste. Zugvögel leiden besonders stark unter dem Klimawandel, da sie auf intakte Verhältnisse an mehreren Orten der Welt angewiesen sind.“

Die Mehlschwalbe hat als Insektenfresser und Gebäudebrüter zwei Probleme, die ihren Bestand gefährden: Durch das Insektensterben hat sie weniger Nahrung zur Verfügung. Zudem werden ihre Nistplätze etwa bei Gebäudesanierungen entfernt. Ihr Wahlkampfslogan lautet darum: „Mieterschutz für Vögel!“

Der Steinschmätzer ist wie auch die Mehlschwalbe ein Langstreckenzieher und mit 30.000 Kilometern Jahreszugstrecke rekordverdächtig unter den Singvögeln. Miller: „Vom Aussterben bedroht ist diese Art bei uns, weil sie immer weniger Lebensraum zur Verfügung hat. Der Steinschmätzer braucht offenes, vegetationsarmes Gelände.“ Darum geht er mit dem Slogan „Mut zur Brache!“ ins Rennen.

Der Wiedehopf ist mit seinem langen Schnabel und seinen orangefarbenen Scheitelfedern der optisch spektakulärste Kandidat. Er lebt ausschließlich in besonders warmen Gegenden in Deutschland, etwa am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg. „Die Art wäre deutlich häufiger, wenn es mehr halboffene Landschaften mit vielen Insekten gäbe, wie Weideflächen oder pestizidfreie
Weinberge“, so Miller. Der Wahlkampfspruch des Wiedehopfs heißt: „Gift ist keine Lösung!“

Den Feldsperling dürfte jeder und jede schon einmal gesehen haben. „Er hat sich wie auch der Haussperling den Menschen angepasst und lebt häufig in unseren Siedlungen. Die Spatzenart hat nach der Brutzeit ein ausgeprägtes Sozialverhalten, die Vögel versammeln sich dann gern in Sträuchern. Der Feldsperling brütet in Baumhöhlen oder Nistkästen und fordert auch deshalb: „Ohne Gehölz, ohne mich!“

Sein gruseliger Name täuscht: der Bluthänfling ist kein Greifvogel sondern eine kleine Finkenart mit roter Brust und einer Vorliebe für vegetarische Kost, wie Körner, Samen und Früchte. Sein Bestand ist gefährdet, weil er in monotonen Ackerlandschaften keine Heimat findet. Er fordert für seinen Brutplatz: „Mehr Hecken zum Verstecken!“

Übrigens: Für alle, die bei der Wahl zum Vogel des Jahres 2022 noch unschlüssig sind, hilft der NABU-Bird-O-Mat bei der Entscheidung. Unter www.NABU.de/birdomat kann jeder und jede seinen oder ihren gefiederten Favoriten unter den fünf Kandidaten herausfinden.
(Quelle: NABU)

Weitere Informationen:
www.vogeldesjahres.de
www.nabu.de/vogelportraits
www.NABU.de/birdomat

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