1972 bis heute: Olympia in München
MVHS trägt mit rund 50 Veranstaltungen zum 50. Jubiläum mit bei

München. - Würden wir das München von heute wiedererkennen, wenn es die Olympischen Spiele 1972 nicht gegeben hätte? Wohl kaum, denn Olympia war nicht nur voller sportlicher Höhepunkte, sondern auch ein Fest der Kunst und des Designs sowie ein Aufbruch für die Münchner Stadtentwicklung. Bei aller Freude über die Münchner Spiele waren sie aber auch Schauplatz des Attentats auf die israelische Mannschaft.

München erinnert in diesem Jahr an das Jubiläum 50 Jahre Olympia und die Münchner Volkshochschule (MVHS) trägt mit rund 50 Veranstaltungen zum stadtweiten Jubiläumsprogramm bei.

Der Olympiapark und das Olympische Dorf sind die offensichtlichsten, nachhaltigen Folgen der Ausrichtung der Spiele vor 50 Jahren. Aber auch der Stadtteil Moosach und letztlich die gesamte Stadt sind durch die baulichen und Verkehrs-Infrastrukturprojekte verändert worden.

Mit Vorträgen, geführten Erkundungen oder einer Stadtrallye spürt die MVHS den Stellen nach, an denen sich Olympia in die Stadt eingeschrieben hat. Bei anderen Führungen geht es in die Olympia-Pressestadt oder in Kooperation mit dem Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke zu den Wettkämpfen der Antike. Bei einem Gesprächskreis, den die MVHS gemeinsam mit Stadtbibliothek und Stadtmuseum veranstaltet, tauschen Münchnerinnen und Münchner ihre Erinnerungen und Erlebnisse rund um das Jahr 1972 aus.

Die andere Seite
„Olympia 72, dazu gehört leider auch ein schreckliches Attentat“, sagt MVHS-Programmdirektorin Dr. Susanne May. „Es waren zwiespältige Spiele, auch daran wollen wir erinnern. Dokumentarfilme, ein Rundgang zum Erinnerungsort im Olympiapark sowie eine Podiumsdiskussion vollziehen den Anschlag auf die israelische Mannschaft und seine Folgen nach. Am 22. Juni diskutieren Expert*innen über die wachsende Rolle des Sports als Bühne für Protest und zivilgesellschaftliches Engagement.

Der Sport ist auch ein Spielfeld für Inklusion. Der Dokumentarfilm „Mein Weg nach Olympia“ porträtiert Menschen, die sich auf die Teilnahme an den Paralympics vorbereiten. Und bei einem Sport-Tag auf dem INSEL-Gelände der Stiftung Pfennigparade am 16. Juli kann man Sportarten für Menschen mit Behinderung ausprobieren und bei Vorführungen erleben.

„Wir freuen uns sehr darauf, die Münchner*innen zu dieser facettenreichen olympischen Spurensuche einladen zu dürfen“, so Maria Fixemer, die Koordinatorin des Olympia-Programms der Münchner Volkshochschule.
(Quelle: MVHS)

Weitere Informationen:
www.mvhs.de

* Foto: Münchner Volkshochschule (MVHS). Foto: © Gérard Pleynet

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