
Berlin. - Mit der Erbengemeinschaft des jüdischen Vorbesitzers Dr. Victor Wallerstein konnte eine faire und gerechte Lösung im Sinne der Washingtoner Prinzipien bezüglich NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturguts gefunden werden. Die Kulturstiftung der Länder fördert den Ankauf mit einem sechsstelligen Betrag.
Das expressionistische Gemälde entstand 1913 kurz vor der Auflösung der Künstlergruppe Brücke im Berliner Atelier Ernst Ludwig Kirchners und befand sich ab ca. 1918 im Eigentum
des Kunsthistorikers und Kunsthändlers Dr. Victor Wallerstein (1878–1944), der in seiner – gemeinsam mit Dr. Fritz Goldschmidt betriebenen – Berliner Galerie Brücke-Künstler ausstellte und deren Werke auch privat sammelte.
Aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung war Wallerstein gezwungen, seine Kunsthandlung zu schließen. Er emigrierte 1936 nach Italien. Zwar konnte er einen kleinen Teil seiner Privatsammlung mitnehmen, musste jedoch aus wirtschaftlichen Gründen einige Kunstwerke verkaufen – so auch das Bild „Erich Heckel und Otto Mueller beim Schach“. Er verstarb wenig später 1944 in Florenz. 1973 wurde das Gemälde vom Brücke-Museum aus dem Kunsthandel erworben.
(Quelle: Kulturstiftung der Länder)
www.kulturstiftung.de
+ Ernst Ludwig Kirchner, „Erich Heckel und Otto Mueller beim Schach“, 1913, Öl auf Leinwand
Werbung/Anzeige ohne Bezahlung
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