Frauenmuseum Bonn: „Brücken bauen“ mit Sidika Kordes

Bonn. – Das Frauenmuseum Bonn ludt zur Abschlußausstellung eines Kunstworkshop für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung mit der Bildenden Künstlerin Sidika Kordes ein.

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Seit 2013 gibt es „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Unter dem Motto „Wir können Kunst“ betreut der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler auch dieses Jahr wieder Projekte, bei denen professionelle KünstlerInnen mit Kindern und Jugendlichen kreativ arbeiten. Wie finde ich Zugang zu einer neuen Umgebung? Wie können wir Brücken bauen, über die in beide Richtungen gegangen werden kann?

Mit diesen Fragen im Gepäck machte sich die Künstlerin Sidika Kordes mit Unterstützung von Ulrike Rößle als ehrenamtliche Helferin ab April 2018 auf den Weg zu den 6 bis 18jährigen in der Erstaufnahmeeinrichtung Ermekeilkaserne und in der Containersiedlung am Reuterpark. Es wurden Brücken gerollt, geklebt, gemalt, gedruckt, gebaut und geschrieben. Bei einer Exkursion zu der nicht mehr existierenden Brücke von Remagen wurde kurzerhand eine neue, farbenfrohe Brücke auf eine lange Papierbahn am Rheinufer erfunden, auch ein Radiobeitrag zum Thema ist in Arbeit und wird demnächst veröffentlicht.

Der Antragsteller Frauenmuseum – Kunst, Kultur und Forschung e.V. im lokalen Bündnis mit dem Deutschen Roten Kreuz und dem Amt für Soziales und Wohnen der Stadt Bonn stellte  die Ergebnisse in einer Installation aus Bambus, Fotos und Drucken der Öffentlichkeit vor.

Viele der jungen Teilnehmer mussten bereits weiter fahren. Ihre kreativen Spuren bilden eine Brücke, über die wir Zugang zu ihnen finden – eine Brücke, über die in beide Richtungen gegangen werden kann.
(Quelle: Frauenmuseum Bonn)

Weitere Informationen:
www.frauenmuseum.de

Titelbild: Neu, farbenfrohe „Brücke“ von Remagen. Foto: © Frauenmuseum Bonn