Weihnachtskrimis: Verlag Knaur: „Glöckchen, Gift und Gänsebraten“


24 Kurzkrimis verschiedener Autorinnen und Autoren folgen einer Spur der Verbrechen quer durch die Republik. In Rügen beginnt es und endet in Wien (das selbstverständlich nicht zu dieser Republik gehört, um gleich irgendwelche Einwände abzuwürgen!).

Es handelt sich jeweils um Regionalkrimis, wie es dem wabernden Zeitgeist entspricht. Das Böse ist immer und überall, vor allem auch in der Provinz wie Hannover, wo ein Maschseekarpfen eine gruselige Rolle spielt, oder in Nessdorf (wo liegt das denn?), wo der Herr Pastor wenig christlich handelt.

Am besten hat uns Regine Kölpins „Katzenweihnacht“ gefallen. Das darin enthaltene Körnchen Wahrheit ist schon ziemlich groß. Kulinarisch ziemlich daneben liegt hingegen Sandra Lüpkes „Berchtesgadener Blutnovelle“. Die Heldin erinnert sich darin an das Menü ihrer Großmutter: „Weißwurst auf Kraut mit Semmelknödel“ – das fühlt sich an, als ob einem ein Messer in die Brust gerammt wird. Aus Rache hegen wir für das Opfer nicht das geringste Mitgefühl, im Gegenteil, recht geschieht ihr.
brikada-Bewertung: Nett vor dem Einschlafen im Dezember oder für eine längere Zugfahrt, am besten am Heiligabend irgendwo in der Provinz …
Doris Losch

Leserbewertung:
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„Glöckchen, Gift und Gänsebraten“, 24 Weihnachtskrimis von Rügen bis ins Zillertal, Paperback, 336 Seiten, Euro 9.99, ISBN 978 3 426 51277 7, erschienen bei Knaur Taschenbücher, München. Auch als e-book erhältlich.

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