Susanne Mischke: “Liebeslänglich”


Der Handlungsfaden ist zu gut, um “nur” ausgedacht zu sein. Parallelen mit Kriminalfällen, wie sie im “richtigen Leben” immer wieder vorkommen, ziehen sich durch Kriminalroman. Zentrale Figur in “Liebeslänglich” – ohnehin eine Titelfindung voll zwiespältigem Doppelsinns ” ist Mathilde. Sie verliebt sich quasi wider besseres Wissen in Lukas Feller, einem zu lebenslanger Haft verurteilten Mörder.

Die Autorin führt den Leser gleichsam arabeskenhaft, aber stets konsequent, auf das beklemmende Ende hin. Der feinfühlig verfasste Psycho-Krimi besticht durch die geschickt eingeflochtenen Nebenhandlungsstränge, die den Krimi-Fan zudem unter Hochspannungsstrom setzen. Die exzellent aufgebaute Handlungsstruktur fesselt bis zur letzten Seite.

Susanne Mischke (Jahrgang 1960) wurde in Kempten geboren und lebt heute in Hannover. Für das Buch “Wer nicht hören will, muß fühlen” erhielt sie die “Agathe”, den Frauen-Krimi-Preis der Stadt Wiesbaden. Sie fungierte mehrere Jahre lang als Präsidentin der “Sisters in Crime”.

bk
Susanne Mischke “Liebeslänglich”; 304 Seiten; gebunden; 16,90 Euro; ISBN 3-492-04843-9; erschienen im Piper Verlag.

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