Deutsche Kinemathek zeigt Claudia von Alemanns Film Die Reise nach Lyon

Berlin. – Die Reise nach Lyon, der erste Spielfilm von Claudia von Alemann, wird erstmals in digitaler Fassung gezeigt. Er erzählt von Elisabeth, einer jungen Historikerin, die nach Lyon geht, Mann und Kind zurücklässt, um die Stadt als Schauplatz zu durchstreifen.

Ausgangspunkt ihrer Reise ist das Tagebuch der Flora Tristan, einer französischen Sozialistin und Feministin des frühen 19. Jahrhunderts, die die Aktivisten und Denker ihrer Zeit wesentlich beeinflusst hat, danach aber in Vergessenheit geriet. Um ihr Leben so sinnlich wie möglich zu rekonstruieren, versucht Elisabeth, es akustisch über aufgenommene Töne und Geräusche erfahrbar zu machen – ein Echo der Geschichte, das zum Spiegel der eigenen Gegenwart wird.

Die Reise nach Lyon, BRD 1980, Regie: Claudia von Alemann. Quelle: Deutsche Kinemathek

Nach Studien der Soziologie und Kunstgeschichte in Berlin wechselte Claudia von Alemann an die Hochschule für Gestaltung Ulm, wo sie bis 1968 ein Studium am Institut für Filmgestaltung absolvierte. Noch während des Studiums begann sie als freie Mitarbeiterin, für verschiedene Fernsehsender zu arbeiten. Zusammen mit Helke Sander organisierte sie 1973 das 1. Internationale Frauen-Filmfestival in West-Berlin. Ihre Filmarbeit ist geprägt vom Interesse an politischen Themen, insbesondere solchen zur Frauenemanzipation. Zuletzt dokumentierte sie das Leben der Fotografin Abisag Tülmann.

Claudia von Alemann feiert am 23. März ihren 75. Geburtstag. Zur Aufführung von Die Reise nach Lyon ist sie anwesend.
(Quelle: Deutsche Kinemathek)

Ort: Kino Arsenal im Filmhaus am Potsdamer Platz, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin, Tel. 030 26955-100 oder ticket@arsenal-berlin.de, Tickets: Eintritt: 8 Euro

Weitere Informationen:
www.deutsche-kinemathek.de

Titelbild: Die Reise nach Lyon, BRD 1980, Regie: Claudia von Alemann. Quelle: Deutsche Kinemathek