Para-Judoka Carmen und Ramona Brussig: erst Portugal, dann Japan

Frechen. – Sie sind die Aushängeschilder der deutschen Para Judo-Nationalmannschaft: Carmen und Ramona Brussig, Jetzt stehen vom 16. bis 18. November die Para Judo-Weltmeisterschaften in Odivelas (Portugal) vor der Tür – es ist gleichzeitig das erste Qualifikationsturnier für die Paralympics in Tokio 2020.

Hinter den Brussig-Schwestern liegt eine besondere Reise: Ein halbes Jahr waren die sehbehinderten Zwillinge bereits im Land des Gastgebers der Paralympics 2020. „Es war genial zu sehen, welch hohe Disziplin dort im Para Judo herrscht“, berichtet Carmen Brussig. Ihre Schwester Ramona fügt hinzu: „Para Judo ist dort eine Art Nationalsport, das war faszinierend zu erleben, wie hoch der Stellenwert ist.“

Die beiden 41-jährigen Judoka des PSV Schwerin haben während ihres Langzeit-Trainingslagers neben den sportlichen Erfahrungen auch viele Eindrücke rund um die japanische Kultur gesammelt. Es waren spannende Monate mit einigen neuen Erkenntnissen. Und es zeigt: Trotz ihrer zahlreichen Medaillen bei Paralympics, WM und EM sind die Brussig-Schwester hoch motiviert und professionell unterwegs auf dem Weg in Richtung Tokio. Dennoch wissen sie, das es in knapp zwei Jahren in Tokyo ein heftiges Kräftemessen der Weltelite sein wird.

Cheftrainerin Carmen Bruckmann hofft freilich, dass neben Punkten für die Paralympics-Qualifikation auch das eine oder andere Edelmetall herausspringt. Vor allem Carmen und Ramona Brussig traut Bruckmann wieder einen Platz auf dem Podium zu, sagt aber auch: „Wir wissen nur bedingt, was uns erwartet. Es kommt immer wieder neue Konkurrenz hinzu.“
(Quelle: DBS)

Weitere Informationen:
www.deutsche-paralympische-mannschaft.de
www.dbs-npc.de

Titelbild: Die Zwillingsschwestern Carmen und Ramona Brussig, beide vom PSV Schwerin, machen sich fit für die Para Judo-Weltmeisterschaften in Odivelas/Portugal (16. bis 18. November 2018). Foto: © Oliver Kremer / DBS