Paralympics in PyeongChang: Eine stolze Bilanz

Frechen. – Vier Medaillen mehr als bei den Winter-Paralympics im russischen Sotschi 2014 und eine allgemein „ausschließlich positive Präsentation nach außen“: Die Deutsche Paralympische Mannschaft ist mit sieben Gold-, acht Silber- und vier Bronzemedaillen von den Paralympics im südkoreanischen PyeongChang zurückgekehrt. Besonders die Frauen zeigten herausragende Ergebnisse.

Den Rahmen für die erfolgreichen Spiele setzten die Monoskifahrerinnen: Direkt am ersten Wettkampftag hatte Anna Schaffelhuber in der Abfahrt Gold gewonnen, die Fünffach-Siegerin von Sotschi ließ am Tag darauf noch Gold im Super G folgen. Im allerletzten Wettbewerb der zehn Tage fuhr dann Anna-Lena Forster im Slalom zu ihrem zweiten Paralympics-Titel, nachdem sie zuvor schon die Super-Kombination etwas überraschend für sich entschieden hatte. Zwei Mal Gold für Anna, zwei Mal Gold für Anna-Lena, zwei Mal Gold für Andrea: Das A-Team war wie in Sotschi eine beliebte Wortkürzung für die erfolgreichen deutschen Frauen, zumal Andrea Eskau mit zwei Siegen, drei Silber- und einer Bronzemedaille in Biathlon und Langlauf zur erfolgreichsten deutschen Athletin wurde. Komplettiert wurde das A-Team von Andrea Rothfuss, die mit vier Mal Silber und ein Mal Bronze bei jedem ihrer fünf Starts aufs Treppchen fuhr.

Zusammen mit Andrea Eskau kämpften sich Alexander Ehler und Steffen Lehmker in der Langlauf-Mixed-Staffel zu Bronze – die erste Staffelmedaille seit Nagano 1988. Abgerundet wurde das gute deutsche Abschneiden von zwei Biathlon-Bronzemedaillen der Paralympics-Debütantin Clara Klug mit ihrem Guide Martin Härtl, die bei der Schlussfeier dann auch die Fahne tragen durften.

Medaillenspiegel:
Goldmedaillen: 2x Andrea Eskau (Biathlon 12,5km und 10km), 2x Anna Schaffelhuber (Abfahrt und Super G), 2x Anna-Lena Forster (Super-Kombination und Slalom), Martin Fleig (Biathlon 15km)
Silbermedaillen: 4x Andrea Rothfuss (Abfahrt, Super G, Super-Kombination, Riesenslalom), 3x Andrea Eskau (Langlauf Sprint, 5km und 12km), Anna Schaffelhuber (Super-Kombination)
Bronzemedaillen: 2x Clara Klug mit Martin Härtl (Biathlon 12,5km und 10km), Andrea Rothfuss (Slalom), 4×2,5 km Langlauf-Mixed-Staffel (Andrea Eskau, Steffen Lehmker, Alexander Ehler).

 

Die Paralympischen Winterspiele in PyeongChang sind für die Deutsche Paralympische Mannschaft als Erfolgsgeschichte zu Ende gegangen“, sagt Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverband (DBS) und Dr. Karl Quade, Chef de Mission, fügte angesichts von Platz fünf im Medaillenranking hinzu: „In Relation zu Sotschi ist das sportliche Gesamtergebnis viel ausgeglichener, die Nationen teilen sich auf mehr Nationen in der Spitze auf – und wir gehören dazu.“

 

Weitere Informationen:
www.dbs-npc.de

(Quelle: dbs-npc)Titelbild: Die erfolgreichen Drei (v.l.): Anna Schaffelhuber, Andrea Eskau und Anna-Lena Forster. Alle Fotos: ©okr