Als die Royals aus Hannover kamen

Attention, please: 2014 wird es „very british“ in der niedersächsischen Landeshauptstadt! Hannover ist Mittelpunkt der Landesausstellung „Hannovers Herrscher auf Englands Thron. 1714-1834“ – und entführt seine Besucher nicht nur in vier großen Ausstellungen, sondern auch mit zahlreichen Veranstaltungen wie Konzerten und Kulturveranstaltungen, Führungen und einem Feuerwerk, einer eigens komponierten Oper, britischer Teatime, einer Modenschau, Pferdesport oder britischem Gartenfestival in die Zeit, als die Royals aus Hannover kamen.

Bildtext: Staatskrone Georgs I. 1715. Royal Collection Trust / © Her Majesty Queen Elizabeth II 2013

 

 

Landesausstellung 2014

Haupt-Ausstellungsorte in Hannover sind das Niedersächsische Landesmuseum, das neu errichtete Museum Schloss Herrenhausen, das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst und das Historische Museum Hannover. Sie nehmen ihre Besucher vom 17. Mai bis zum 5. Oktober mit auf eine Entdeckungsreise durch die 123-jährige Geschichte, in der das Kurfürstentum Hannover und das Königreich Großbritannien durch einen König miteinander verbunden waren. Auch ein Abstecher nach Celle lohnt sich: Die Ausstellung im Residenzmuseum im Celler Schloss dreht sich um das Thema „Reif für die Insel. Das Haus Braunschweig-Lüneburg auf dem Weg nach London“.

Bildtext (r.): Königin Charlotte mit ihren zwei ältesten Söhnen.Allan Ramsay um 1764-69, Öl auf Leinwand 247,8 x 165 cm. Royal Collection Trust / © Her Majesty Queen Elizabeth II 2013

Die Besucher der Landesausstellung können sich auf spannende Exponate wie eine royale Kutsche (den Staatswagen Nr. 1), auf Kunst und Karikaturen freuen – und bekommen Antworten auf Fragen wie „Was haben Gullivers Reisen mit Politik zu tun?“, „Wie kam es, dass ein deutscher Fürst auf einmal Herrscher eines Weltreiches wurde?“ oder „Wie wurden die ‚Könige mit Migrationshintergrund‘ in Großbritannien aufgenommen?‘“. Außerdem haben sie die Möglichkeit, bei Kostümführungen, literarischen Rundgängen, einer Teatime im Park, bei Workshops wie „Kalligraphie“ und „Vergoldung“, „Backen wie bei Jane Austen“ oder im „Debating Club“ in die facettenreiche Geschichte und Kultur der Personalunion einzutauchen. „Very british“ geht es auch bei After-Work-Events, Poetry-Slams oder im Welfenkino zu.

Im Zeichen des Union Jack: Britisches Jahr in Hannover
Zusätzlich zu den vielfältigen Angeboten der Kulturvermittlung an den Ausstellungsorten verbreiten anlässlich des königlichen Jubiläums das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen in Theatern, Parks, auf der Pferderennbahn, in Museen oder Kirchen royalen Glanz in Hannover. So stehen etwa die eigens für die Landesausstellung komponierte und geschriebene Oper „George“, verschiedene (Kirchen-)Konzerte und Inszenierungen wie „God save King George“ mit dem Knabenchor Hannover, die Oper „Ein Sommernachtsraum“ von Benjamin Britten im Staatstheater Hannover, das Tanzprojekt „Oliver Twist“ oder „Brodowys Sommersalon“ ganz im Zeichen des Union Jack.

Unter dem Motto „urban gardening – London Special“ wird beim Gartenfestival Herrenhausen im englischen Georgengarten ebenso britische Lebensart zelebriert wie beim Hannoversch-Britischen Renntag auf der Galopprennbahn „Neue Bult“ in Langenhagen. Und auch die Hannoversch-Britische Gesellschaft lässt das Pferd, niedersächsisches Wappentier und Leitmotiv der Landesausstellung, an den Start gehen: Bei der auf Basis historischer Quellen nachgestellten Reise Georgs zu seiner Krönung nach London aus dem Jahr 1714 werden prachtvolle Pferde vor die Kutsche gespannt und auf ihrem Weg von Reit- und Fahrvereinen begleitet.

Einen modernen Blick auf die beiden Länder bieten zudem Veranstaltungen wie die deutsch-britische Modenschau „Anglomaniacs & Union Jackets“ sowie Ausstellungen zu zeitgenössischer Kunst im Sprengel Museum Hannover, in der kestnergesellschaft und im Kunstverein Hannover.

Bildtext (l.): Martin Rowson.Queen Elizabeth and Margaret Thatcher.1987.Cartoon Museum London. © Cartoon Museum London (Übersetzung: Queen Elizabeth: „Wie bitte? Ich soll 895 neue Peers für die Konservativen ernennen?“ – Margaret Thatcher: „Das sind doch bloß die, die ich in den vergangenen acht Jahren aus dem Kabinett geschmissen habe!“

Britisches Feuerwerk – Britische Kultur
Mit einem königlichen Programm würdigen darüber hinaus zahlreiche regelmäßig stattfindende, große Veranstaltungen die Zeit, als die Royals aus Hannover kamen: So verzaubert beim Internationalen Feuerwerkswettbewerb am 31. Mai das englische Team „1st Galaxy“ vor der prachtvollen Kulisse der Herrenhäuser Gärten mit britischer Feuerwerkskunst; ein

Rahmenprogramm mit Kleinkunst und Musik liefert darüber hinaus britische Unterhaltung für die ganze Familie. „Very british“ geht es ebenfalls bei der Fête de la Musique am 21. Juni in Hannovers Innenstadt zu – und auch die KunstFestSpiele Herrenhausen sowie die Chortage Hannover beziehen das 300. Jubiläum der Personalunion, beispielsweise mit einer Neuinterpretation einer englischen Oper von Henry Purcell, kunstvoll ein.

Bildtext: Schloss Marienburg. Foto: Hannover Marketing & Tourismus GmbH

Auch ein Abstecher in die Urlaubsregion mit einem Besuch von Schloss Marienburg ist lohnenswert: In einer Sonderausstellung wird dort die Hannoversche Königskrone mit Zepter und Brautkrone erstmals seit dem Ende des Königreichs Hannover öffentlich im ehemals welfischen Herrschaftsgebiet gezeigt.

„Die Verbindungen zu England haben Hannover sehr geprägt. 2014 feiert die Stadt ihre britischen Wurzeln und steht ganz im Zeichen des Union Jack. Wir laden alle Gäste aus dem In- und Ausland herzlich ein, das britische Jahr zum Anlass zu nehmen, Hannover zu besuchen und zu entdecken“, sagt Hans Christian Nolte, Geschäftsführer der Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG).

Für alle, die die Landesausstellung und das britische Jahr in Hannover für eine Reise in die niedersächsische Landeshauptstadt nutzen möchten, hat die HMTG verschiedene Gruppenarrangements und Übernachtungspakete zusammengestellt.

 

Bildtext (v.l.): Dr. Annette Schwandner (Ministerium für Wissenschaft und Kultur), Stefan Becker (Sparkasse Hannover), Marlis Drevermann (Stadt Hannover), Anna Mohr (Klosterkammer Hannover), Dr. Katja Lembke (Projektleiterin der Landesausstellung), Dr. Katrin Herbst (Kulturvermittlung Landesmuseum) und Anorthe Kremers (VolkswagenStiftung) stellten das Veranstaltungsprogramm zur Niedersächsischen Landesausstellung 2014 vor.

Weitere Informationen:
www.hannover.de/landesausstellung
www.royals-aus-hannover.de

Titelbild: Plakat Die Royals aus Hannover. Fotocredits: Niedersächsisches Landesmuseum Hannover