BVKH: „Worldwide Candle Lighting“ – ein Licht geht um die Welt!

 

 

 

Der Gedenktag ist immer am zweiten Sonntag im Dezember und geht zurück auf die „Compassionate Friends“, einen amerikanischen Verein verwaister Eltern, der die Initiative 1996 ins Leben rief. Die Idee, die hinter dem weltweiten Kerzenleuchten steht, ist schnell erklärt: Wenn die Kerzen in der einen Zeitzone erloschen sind, werden sie aufgrund der Zeitverschiebung in der nächsten entzündet. Dadurch entsteht der Eindruck einer Lichterwelle, die in 24 Stunden einmal um die ganze Erde wandert. „Möge ihr Licht für immer scheinen“ ist die Grundidee hinter dieser Lichterwelle zum „Worldwide Candle Lighting“.

„Raum zu haben, an dem Trauer gelebt werden darf, um nicht zu vergessen und um das verstorbene Kind durch Erinnerungen wertzuschätzen, ist ein wichtiges Erleben. Kinder, die schwer erkrankt sind, haben unter anderem Angst, nach ihrem Tod vergessen zu werden. Am Sonntag eine Kerze ins Fenster zu stellen, ist ein Zeichen, dass sie in unserer Erinnerung weiterleben und immer bei uns sind“, sagt Anna Pein, die beim Bundesverband Kinderhospiz als Familien-Trauerbegleiterin und Trauma-Fachberaterin arbeitet.

Jedes Licht im Fenster steht für ein verstorbenes Kind, das einst das Leben erhellt hat und das nie vergessen werden wird. Es steht aber auch für die Hoffnung, dass die Trauer das Leben der Angehörigen nicht für immer dunkel bleiben lässt. „Das Licht soll Brücken schlagen – von einer Familie zur anderen, von einem Haus zum anderen, von einer Stadt zur anderen, von einem Land zum anderen“, sagt Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Kinderhospiz.

Alleine in Deutschland sterben jährlich rund 5000 Kinder und Jugendliche, die eine lebensverkürzende Erkrankung haben und nie erwachsen werden. Sie hinterlassen trauernde Eltern, Geschwister und Freunde.

Weitere Informationen:
www.bundesverband-kinderhospiz.de

Titelbild: Heute ist der jährliche Weltgedenktag für verstorbene Kinder. Foto: Copyright/Quelle regulus56/photocase.de