Der 28. Evangelischer Kirchbautag München: Auf den Spuren bedeutender „Religionsimmobilien“

Gastgeberin des 28. Evangelischer Kirchbautags ist die Evangelische-Lutherische Kirche in Bayern. Prominente Rednerinnen und Redner debattieren über das facettenreiche Themenspektrum „Kirchenbauten“. Es werden Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland erwartet.

 

 

 

 

 

 

 

Bildtext (o.): Neuried, St. Nikolaus außen
Bildtext (r.):
Bau der Kirche in Aschheim, Skelett (Architekten: Lederer-Piloty)

 

Auf dem Gebiet der Evangelische-Lutherischen Kirche in Bayern gibt es 1.950 Kirchenbauten. Von der klassischen Kirche bis hin zum Sakralbau in Gemeindezentren. Seit 1945 wurden in Bayern 750 evangelische Kirchen neu errichtet, zum Teil als Neubauten oder Nachfolgebauten. Im vergangenen Jahr kamen drei weitere Kirchenbauten in Buttenheim, Treuchtlingen sowie ein Sakralraum der Lukasgemeinde in Fürberg hinzu.

 

Bildtext (r.): Susanne Breit-Keßler, Oberkirchenrätin im Kirchenkreis München, Regionalbischöfin, Ständige Vertreterin des Landesbischofs: „ … es braucht Gebäude, die für alle Facetten kirchlichen Handelns wörtlich und bildlich Räume öffnen. Wie solche Räume mit Hilfe von Kunst und Architektur geschaffen werden können, wird Thema des 28. Evangelischer Kirchbautags sein.“

 

„Keine Rede davon, dass wir keine Gotteshäuser mehr bräuchten, geschweige denn, sie verscherbeln würden. Das Gegenteil ist der Fall!“ betont Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, Oberkirchenrätin im Kirchenkreis München, in einem Statement. Ihre Stellungnahme versteht sich als eindeutiges „Contra“ gegenüber der vielfach in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierten Umwidmung „ausgedienter Kirchenbauten“ in Profanbauten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildtext (o.): Markuskirche, innen
Bildtext (r.): Eching, Magdalenenkirche

 

 

Das Gegenteil ist der Fall, so die Oberkirchenrätin und bilanziert die ökonomische Basis: Seit 2010 wurden 125,4 Mio. Euro für Bau und Instandsetzung von Kirchenbauten aufgewendet, finanziert durch die Landeskirche, Kirchengemeinden, staatliche Zuschüsse und Spenden. Zudem gibt die Evangelische-Lutherischen Kirche in Bayern jährlich rund 160.000 Euro für den Erwerb zeitgenössischer Kunst aus, und zwar für die Ausgestaltung von Kirchen, Klinikkapellen, Abschiedsräumen oder für den Ankauf von Kunstwerken.

Auch ist die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern bemüht, keine Kirchenbauten aufzugeben oder aber – falls doch notwendig – nach adäquaten Weiterverwendungsmöglichkeiten als christliche Kirche zu suchen. Als Beispiel nennt Frau Breit-Keßler unter anderen die Münchner Simeonskirche in Kleinhadern/Blumenau, die an das Wohnstift Augustinum München-Neufriedenheim verkauft wurde.

 

Bildtext (o.r.): Tag- und Nacht-Raum, Tag

 

 

 

Bildtext (l.): Tag- und Nacht- Raum ,Nacht

 

 

 

 

 

Das viertägige Programm ist angefüllt mit Vorträgen, Workshops, Stadterkundungen und Exkursionen.

Weitere Informationen:
www.kirchbautag.de/kirchbautag/28-evangelischer-kirchbautag/programm.html
www.kirchbautag.de/kirchbautag/28-evangelischer-kirchbautag
 

 

 

Bildtext (r.): München, Herz Jesu Kreuz. Foto: Florian Holzherr 

 

 

 

 

 

 

Titelbild: Die Kirche St. Matthäus am Sendlinger-Tor-Platz wird der zentrale Versammlungsort des 28. Evanglischen Kirchbautags in München sein.