NABU: Bundesweite Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ (verlängert)

Auch Gärten, in denen nur wenige Vögel zu sehen sind, sollten unbedingt erfasst werden. „Rückgänge von Arten können wir bei der Stunde der Wintervögel nur mitbekommen, wenn wir auch kleine Zahlen erhalten. Gerade ein schleichender Rückgang, wie wir ihn ganz aktuell bei der Amsel feststellen, würde sonst niemals auffallen“, sagt NABU-Vogelexperte Lachmann.

Bildtext (r.): Vogelbestimmung per App. Foto: Anette Wolff

 

Auch der Grünfink ist ein gutes Beispiel: Seine Abnahme ist so langsam, dass uns die Zählungen von gut besuchten Futterstellen allein kaum auf die Spur gebracht hätten“, so Lachmann. Grünfinken waren 2013 besonders vom sogenannten „Grünfinkensterben“ betroffen, hervorgerufen durch Trichomoniasis, den Befall durch einzellige Parasiten. Amseln leiden seit 2011 entlang des Rheintals und am Untermain am Usutu-Virus.

Die Wintervogelzählung funktioniert ganz einfach: Von einem ruhigen Beobachtungsplätzchen aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Die Beobachtungen können dann im Internet bis zum 14. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort live ausgewertet.

Bildtext (l.): Haubenmeise. Foto: Frank Derer; 

Zudem ist am 4. und 5. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

 

Weitere Informationen:
www.stundederwintervoegel.de

Titelbild: Buntspecht. Foto: Frank Derer