Tipps rund um den Weihnachtsbaum


Doch warum muss immer so viel Aufwand getrieben werden? Rotbäckige Äpfel, Tannenzapfen und Nüsse, Sterne aus Stroh, selbst gebackene Kekse und Lebkuchenherzen bringen ebenso Farbe und Leben in den Weihnachtsbaum wie handwerklicher Baumschmuck aus Holz, Glas, Ton oder Salzteig.

Schließlich zeugt der älteste Bericht über einen Weihnachtsbaum, der im Jahr 1419 in Deutschland von der Zunft der Bäckerknechte in Freiburg im Breisgau aufgestellt wurde, von einem mit Äpfeln, Oblaten, Nüssen und Lebkuchen geschmückten Tannenbaum, der später noch von Papierblumen und allerlei Leckerem wie Würsten oder Käse ergänzt wurde. Er durfte von den Kindern nach Weihnachten geplündert werden, berichtet das Weihnachtsmuseum in Rothenburg ob der Tauber. Baumschmuck solcher Art ist gänzlich ohne Risiko, während moderner leider auch allerlei Risiken für Umwelt und Gesundheit birgt. Darauf weist das Deutsche Grüne Kreuz e.V. vor Beginn der Weihnachtstage hin.

Das alte, schwere Stanniol-Lametta aus Omas Zeiten, das da und dort immer noch benutzt wird, besteht nach Angaben des Umweltbundesamtes zu 98 Prozent aus Blei. Es darf also keinesfalls zusammen mit dem Weihnachtsbaum in die Kompostieranlage geraten, sondern ist schlicht Sondermüll. Auch die leichteren Lametta-Sorten aus Aluminium oder Kunststoff haben es in sich: Nach Angaben der Verbraucherzentrale Hessen setzen die chlorierten Kunststoffstreifen bei der Verbrennung krebserregende Stoffe frei.

Auch Kunstschnee aus der Dose sollte auf keinen grünen Zweig kommen. Er ist gesundheitsschädlich und außerdem leicht brennbar. Auch Möbel, Textilien und Kunststoffe können davon angegriffen werden. Für “Schnee” auf den Zweigen sollte man besser kleine Wattetupfen nehmen. In Gold- und Silbersprays sind schwermetallhaltige Bronzepigmente, Kunstharzbindemittel und gesundheitsschädliche Lösungsmittel enthalten. Die leeren Dosen gehören in den Sondermüll.

Dünne Schmuckfäden, sogenanntes Feen- oder Engelshaar, bestehen häufig aus Glaswolle, von der Splitter in Haut und Augen gelangen können. Vorsicht, wenn Kinder solche Fäden anfassen!

“Ausgediente” Christbaumkugeln aus Glas gehören ebenso wie solche aus Kunststoff nicht in den Altglascontainer, sondern in den Restmüll, da sie aus einem Spezialglas bestehen. Elektrische Kerzen senken das Risiko eines Christbaumbrandes. Doch die Beleuchtung für den Weihnachtsbaum sollte ebenso wie die dazugehörigen Trafos auf jeden Fall das Zeichen für Geprüfte Sicherheit (GS) tragen. Leider befinden sich im Handel immer noch Lichterketten, die das GS-Zeichen gar nicht oder nur auf einer Komponente zeigen. Wichtig: Lametta oder Engelshaar darf nicht mit unter Spannung stehenden Teilen der Lämpchenkette in Kontakt kommen, da sonst ein Kurzschluss entstehen kann. Ebenso sollten auch Dekorationen aus Papier, Stroh oder Filz nicht zu nahe an der elektrischen Beleuchtung angebracht werden. brä

Foto: Brigitte Karch