Langenscheidt: “Hä?? Jugendsprache unplugged 2013”


„Hä??“ ist der aktuelle Kompass durch den Dschungel der Jugendsprache auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, hat also einen durchaus bildenden Nebeneffekt. Das zum Jugendwort des Jahres gewählte „Yalla“ (ehedem so etwas wie dalli-dalli) ist unter den von Julia Vogel ausgewählten Wörtern ebenso wie Baumkuschler für Öko (umweltbewusster Mensch, im Muckelmodus sein (noch schlafen) und Genickfick (Schlag in den Nacken). Ältere Semester zucken vielleicht bei einigen Begriffen – den so genannten „Four-letter-Words“ (obwohl sie durchaus mehr Buchstaben haben können) – leicht zusammen, aber die Jugend ist da eben sehr locker und soo schlimm ist es ja auch wieder nicht, dass jemand gleich in die Fliesenabteilung (auf die Toilette) gehen müsste, sondern manchmal ziemlich lustig. Die Jugend beweist vielfach Witz – so mit dem „Managerdackel“ – dem Aktenkoffer auf Rollen oder mit „Rotationsburger“ (Döner) oder der treffenden „Zweitwohnung“ für Handtasche.
brikada-Bewertung: Manches ist so neu nicht. So die „Mäusefäuste“ für einen kleinen Busen, die hat schon vor Jahrzehnten der Münchner Lokalpoet Sigi Sommer in einer seiner Glossen beschrieben. Aber nun ja, jetzt haben wir sie quasi offiziell und das auch noch in Englisch (tiny titties, fried eggs), Französisch (petits nichons) und Spanisch tetas).
{Doris Losch

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„Hä?? Jugendsprache unplugged 2013", mehr als 600 Begriffe, 60 Seiten, kartoniert, Format: 151x96x12mm, ISBN: 978-3-468-29862-2, erschienen bei Langenscheidt KG, Berlin und München.

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