Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom spricht in Bielefeld


Wenn Wiesen, Äcker, Fisch- oder auch Jagdgründe von allen Mitgliedern einer Gemeinschaft frei genutzt werden dürfen, spricht man von Gemeinschaftsgütern oder Allmenden. Sie basieren darauf, dass ihre Nutzer bescheiden sind und die Allmende nicht ausbeuten. Auch die Erde selbst mit ihrer Fähigkeit, Schadstoffe aufzunehmen, gilt als Gemeinschaftsgut mit begrenzten Ressourcen. Über Probleme bei der Nutzung von Gemeinschaftsgütern und mögliche Lösungen beim Umgang mit geteilten Ressourcen spricht die Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom am Mittwoch, 16. November, im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld. Der öffentliche Vortrag beginnt um 19.15 Uhr im Plenarsaal.

Die US-Amerikanerin Elinor Ostrom ist eine der führenden Forscherinnen auf dem Gebiet der Umweltökonomik. Die Politikwissenschaftlerin erhielt 2009 als erste Frau den Wirtschaftsnobelpreis. In ihrem Vortrag widmet sie sich der Frage, wie eine vernünftige Organisation der Ressourcennutzung ohne utopisch perfekte Eigentumsrechte und perfekten Staatseingriff aussehen kann. Dabei greift sie unter anderem auf verhaltenstheoretische Ansätze zur Erklärung menschlichen Handelns zurück und bezieht sich auf die Umwelt-Regulierungs-Debatte. Der Titel des Vortrags: „Coevolving relationships between political science and economics“ (Gemeinsam entwickelte Verbindungen zwischen Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaften).
(Uni Bielefeld)

Weitere Informationen:
www.uni-bielefeld.de

Bildunterschrift: Die Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom spricht in Bielefeld darüber, wie Gemeinschaftsbesitz gut und nachhaltig bewirtschaftet werden kann. Foto: Uni Bielefeld

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