Ulrike Hartmann: “Mutterschuldgefühl”


Ulrike Hartmann schildert mit mütterlichem Expertenwissen den nervig-stressigen Alltag übereifriger Mütter. Kontrolle, Leistungsdruck, Versagensängste und Wettbewerbsgetue – alles strömt auf junge Frauen mit Kindern ein. So etwas verunsichert, ein Gefühl, das sich bewusst oder unbewusst auf die Kinder überträgt.

Wie Mütter aus der Tretmühle herauskommen, welche Möglichkeiten es gibt, souverän und überlegt zu handeln, all das und vieles mehr, beschreibt Ulrike Hartmann humorvoll, einfühlsam und ohne gnadenlos erhobenem Zeigefinger. Trotz ernster Materie liest sich das Buch genussvoll.

brikada-Bewertung: Perfektion ist ja schön und gut. Auch oder insbesondere bei der Kindererziehung. Doch zur Perfektion gehört ebenso das ganz normale Nicht-Perfekte. Den Mut zur Lücke, zur Unvollkommenheit! Das müssen (viele) Mütter lernen, sollten sie jedenfalls. Denn „vom tägliche Anspruch, immer das Beste für die Kinder zu wollen“ – wie es im Untertitel des Buches heißt – bleiben oftmals Mütter mit richtig schlechtem Gewissen zurück. Die Autorin ist so klug und bilanziert am Ende: Schluss mit Mutterschuldgefühlen. Loslösen von äußeren oder selbst auferlegten Zwängen, Freude am Un-Perfekten, so klappt Kindererziehung wohl am besten. Das ist einfach perfekt!

Ulrike Hartmann: „Mutterschuldgefühl“ – Vom täglichen Anspruch, immer das Beste für unsere Kinder zu wollen, gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 208 Seiten, Format: 13,5 x 21,5 cm, 16,99 Euro, ISBN: 978-3-517-08631-6, erschienen im Südwest Verlag, München.

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