pd-f: Die neue Leichtigkeit des Radelns


Bei den so genannten Pedelecs und E-Bikes – Rädern mit Elektromotor-Unterstützung – ist der Rückenwind quasi eingebaut. Elektroantrieb und Muskelkraft vereinen sich in allen gängigen Radtypen, ob für temporeiche Freizeitfahrten oder ambitionierte Rennflitzer, Reiseräder und Mountainbikes und für typische Familienräder.

Ein Familienpedelec ist u.a. mit einem für die Kinderanhänger-Kupplung maßgeschneidertem Hinterbau und einem Kindersitzadapter am Sitzrohr ausgestattet. Auch Falträder kommen mit Motor daher ebenso wie Liegeräder. Letztere sind rückenschonend, haben aber einen sehr geringen Marktanteil von weit unter fünf Prozent in Deutschland.

Die Akkus der Pedelecs haben je nach Modell eine Reichweite von 40 bis 80 Kilometer und sind ideal für Stadtfahrten. 30 km/h werden – so die Veranstalter des „Fahrradfrühlings“ – mühelos erreicht, niemand brauche mehr „verschwitzt“ im Büro oder beim Arzt ankommen, weil das Rad eben dank der Motorunterstützung die Kräfte schont. Pedelecs böten eine große Chance zur Entlastung des Straßenverkehrs in den Städten, denn die Hälfte aller Autofahrten erstreckt sich über höchstens 50 km.

Im Werkstoffsortiment steigt die Beliebtheit von Carbon weiter an, Stahl feiert ein kleines Comeback, das korrosionsfreie Titan ist etwas teurer in der Verarbeitung, Alu verschleißt schneller, ist aber schön leicht. Insgesamt sind die meisten modernen Fahrräder sehr leicht und auch für Frauen ohne weiteres zu stemmen, wie übrigens ZDF-Promi-Expertin Karen Webb ladylike bewies und ein Pedelec kurz hochhob.

Radlhersteller denken auch an die wachsende Gruppe flotter Senioren. Für sie gibt es beispielsweise Räder mit niedrigem Einstieg und Modelle im Retro-Look; ob moderne Omas und Opas so etwas wirklich wollen, bleibt abzuwarten.
Der Radlnachwuchs macht sich mit dem Thema im 21. Jahrhundert mit Laufrädern bekannt. Schon Zwei- oder Zweieinhalbjährige schwingen ihre Beinchen und lernen spielerisch die „Radbewegung“. Für die „Generation Laufrad“ gibt es Modelle mit verstellbarem Lenker- und Sattelbereich und die mit dem Kind „mitwachsen“. Gewicht des Rades: knappe sechs Kilo. Vom Laufrad wird nahtlos aufs richtige Kinderrad umgestiegen. Auf Stützrädern fährt nur noch Benjamin Blümchen.

In Deutschland gibt es mindestens 100 Millionen Räder (geschätzt). Das Hauptgeschäft wird mit Rädern der Preisklasse von 500 Euro bis 1000 Euro gemacht mit grenzenloser Kurve nach oben in den gut fünfstelligen Bereich.
Doris Losch

Weitere Informationen:
www.pd-f.de

Bildunterschrift: ZDF-Moderatorin Karen Webb gewinnt dem Radfahren auch im Schnee etwas ab – es gibt ja schließlich Spikes für die Reifen – und lächelt dazu. Foto: Doris Losch

(Der Link wurde am 26.01.2011 getestet.)