Uni Halle/Saale: Positives Wirken von Familienhebammen


Laut Dr. Gertrud Ayerle hat die Evaluation gezeigt, dass „die 33 Familienhebammen … ein ganzes Bündel von präventiven und gesundheitsfördernden Maßnahmen bereitstellen konnten. Dazu gehörten z.B. die Unterstützung bei der Pflege und Ernährung des Kindes, die Förderung der Mutter-Kind-Beziehung, Coaching beim Ausfüllen von Formularen und bei der Wahrnehmung von Arztterminen sowie die emotionale Unterstützung bei Überforderungssituationen.“

Darüber hinaus nahmen die Familienhebammen, die im Netzwerk ‚Frühe Hilfen’ etablierte Kontaktpersonen sind, eine Vermittlungs- und Lotsenfunktion wahr, indem sie schwangere Frauen und Mütter bedarfsgerecht an Akteure des Gesundheits- und Sozialbereiches für weiterführende Unterstützungsangebote oder ärztliche und therapeutische Behandlungen verweisen konnten, erklärt Dr. Christiane Luderer.

Die Familien bewerten die Betreuung durch eine Familienhebamme überdurchschnittlich positiv. Sie wird als Vertrauenspartnerin gesehen, die den Müttern Beratungen, praktische Anleitung und fachliche Hilfe in der Pflege, Versorgung und Ernährung des Kindes anbietet.

An dem Projekt „FrühStart: Familienhebammen in Sachsen-Anhalt“ waren die Forscherinnen Dr. Ayerle und Dr. Luderer beteiligt. Prof. J. Behrens leitete das Projekt.

Weitere Informationen:
www.medizin.uni-halle.de

(Der Link wurde am 07.01.2011 getestet.)