Internationaler Tag für gewaltfreie Erziehung


"Gewalt ist keine Erziehung! Ich wünsche mir glückliche Kinder in zufriedenen Familien und Eltern, die liebevoll mit ihrem Kind umgehen. Schläge, Misshandlung und Missachtung gehören nicht dazu." Dies betonte Bayerns Familienministerin Christa Stewens anlässlich des gestrigen Internationalen Tags für gewaltfreie Erziehung heute in München.

Seit 2000 ist das Recht auf gewaltfreie Erziehung gesetzlich festgeschrieben. Nach einer Umfrage des Bundesfamilienministeriums halten mittlerweile weniger als die Hälfte der Befragten etwa leichte Körperstrafen wie Ohrfeigen für zulässig. Bei einer entsprechenden Befragung 1996 waren es noch 80 Prozent. Die Studie zeigt aber auch, dass der Bewusstseinswandel vor allem bei den Eltern eintritt, die Kenntnis vom Gewaltverbot haben. Christa Stewens: „Ich möchte alle Eltern auffordern: Bekennen Sie sich zu einer gewaltfreien Erziehung und geben Sie anderen ein Beispiel!"

Die Ministerin wies in diesem Zusammenhang auf die Stiftung "Bündnis für Kinder. Gegen Gewalt" hin, die der Freistaat Bayern vor fünf Jahren zur Prävention von Gewalt gegen Kinder ins Leben gerufen hat. Diese bundesweit tätige Institution engagiert sich zum Beispiel mit der Kampagne "Mein Kind ist unschlagbar" für ein gewaltfreies Aufwachsen in einem kinderfreundlichen Deutschland und wird dabei unter anderem von prominenten Persönlichkeiten wie Sabine Christiansen, Dr. Maria Furtwängler und Prof. Dr. Roman Herzog unterstützt. Mit Hilfe des "Bündnis für Kinder. Gegen Gewalt" wurden beispielsweise die Elternkurse "Starke Eltern – Starke Kinder"® des Deutschen Kinderschutzbunds, Landesverband Bayern e.V., in ganz Bayern etabliert. Dank der Förderung durch das Bündnis werden inzwischen die Elternkurse auch in türkischer Sprache angeboten.

Weitre Informationen:
www.buendnis-fuer-kinder.de

(Der Link wurde am 25.10.2006 getestet.)