Forst in der Lausitz: Deutschlands schönster Park 2009


Die Geschichte dieser wunderschönen Parkanlage begann schon Ende des 19. Jahrhunderts, als zwischen Neiße und Mühlgraben durch Flussbettregulierungen Inseln entstanden waren, von denen die größte, die sogenannte Wehrinsel, bereits seit 1906 als Volkspark genutzt wurde. Aber bis vor hundert Jahren deutete nichts darauf hin, dass an dem Gelände am westlichen Neißeufer am Südrand der Stadt Forst einmal eine der bedeutendsten deutschen Park- und Gartenanlagen entstehen würde. Anlässlich des 25-jährigen Krönungsjubiläums Kaiser Wilhelm des II. wurde hier im Juni 1913 eine erste und eigentlich nur einmalige Rosen- und Gartenbau- Ausstellung in Forst (Lausitz) geplant und durchgeführt. Die Vielzahl der Aussteller und Themen der geplanten Ausstellung machte eine Erweiterung des Areals erforderlich. So wurde das der Wehrinsel vorgelagerte und damals dem Grafen Heinrich von Brühl gehörende 7 ha große Feld – der heutige "Rosengarten" dazu gepachtet.

Die Ausstellung 1913 war mit rund 350.000 Besuchern ein fulminanter Erfolg und sollte unbedingt erhalten werden: Die daraus folgende wunderschöne Tradition dieses Parks verdankt Forst (Lausitz) enthusiastischen Bürgern der Stadt. Sie hatten unter Federführung des "Forster Vereins der Gärtner und Gartenfreunde" und unter Mitwirkung des "Vereins der Deutschen Rosenfreunde" (VDR) den Grundstein gelegt für weit mehr als eine phantastische Parklandschaft. Als Dank und Anerkennung wurde dieser Park seinerzeit vom VDR unter seinen Ehrenschutz genommen, der ihm auch seinen Namen gab: Die Geschichte des "Ostdeutschen Rosengartens" hatte begonnen.

Das Parkgelände umfasst historisch drei ganz unterschiedlich gestaltete Bereiche: den Rosengarten, die Wehrinsel und die Reisigwehrinsel. Gartenbereiche im Charakter des Jugendstils und Elemente im Stil eines englischen Landschaftsparks verbinden sich heute zu einem ebenso einmaligen wie auch reizvollen Gesamtensemble. Auf 16 Hektar geben Zeugnisse vergangener Gartenkunst – kunstvoll gefertigte Skulpturen, steinerne Amphoren, Pergolenhöfe und romantische Wasserspiele – der Königin der Blumen einen ehrwürdigen Rahmen. Zehntausende Rosenstöcke in weit mehr als 700 Sorten, darunter eine Vielzahl botanischer Kostbarkeiten, erfreuen die Besucher.
Mit seinen Rhododendron-Hainen, dem lichten Grün weitläufiger Rasenflächen sowie einer Vielzahl von Gehölzen schafft der Ostdeutsche Rosengarten eine zauberhafte Kulisse für viele Anlässe.
Quelle: gpp

Weitere Informationen:
www.forst-lausitz.de
www.rosengarten-forst.de
www.schoenste-parks.de
www.best-parks.com

Foto: GPP/Stadt Forst,Lausitz/Annette Schild

(Die Links wurden am 20.10.2009 getestet.)