VSB: Viagogo & Co. – Vorsicht beim Ticketkauf auf dem Zweitmarkt

Augsburg. – Eintrittskarten für Fußballspiele oder Musikkonzerte sind oft innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Fans, die an der Veranstaltung teilnehmen möchten, finden Karten nur noch bei Ticketbörsen. Doch hier rät der VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. zu Vorsicht.

So verlangt etwa Viagogo oft zu überteuerten Preisen und zusätzlich hohe und nicht transparente Servicegebühren. Dabei handelt es sich um Zweitmarkt-Plattformen, auf der Privatpersonen Karten kaufen oder verkaufen. Der Kauf auf dem Ticketzweitmarkt birgt für Käufer zahlreiche Risiken: Neben den hohen Preisen berichten Verbraucherinnen und Verbraucher von verspätet oder falsch gelieferten Tickets, schlechtem Kundenservice und Problemen bei abgesagten Veranstaltungen.

Für die Käufer ist häufig nicht klar, dass sie Karten auf dem Zweitmarkt von privaten Anbietern kaufen. „Achten Sie beim Ticketkauf im Internet auf Begriffe wie ‚Börse‘, ‚Sekundärmarkt‘ oder ‚Kaufen und Verkaufen‘“, empfiehlt Gabriele Gers, Juristin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB). Auch der Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist aufschlussreich.

Wer sich dennoch für einen Kartenkauf auf dem Zweitmarkt entscheidet, sollte keine Wucherpreise akzeptieren und darauf achten, dass alle Gebühren eindeutig ausgewiesen sind. „Bedauert der Käufer seinen Kauf im Nachhinein, hat er keine Möglichkeit diesen rückgängig zu machen. Beim Kauf von Veranstaltungstickets besteht weder auf dem Zweit- noch auf dem Erstmarkt ein Widerrufsrecht“, so Gers.
(Quelle: VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB)

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verbraucherservice-bayern.de