Mainz. - Verstopfte Städte, verspätete Busse, teure Tickets – Alltag in Deutschland. Geht das auch anders? "plan b" zeigt mögliche Auswege: Könnte ein kostenloser öffentlicher Nahverkehr helfen?

In der estnischen Hauptstadt Tallinn und auch im französischen Dünkirchen wurde der Nulltarif eingeführt und das Angebot optimiert. Auch in Deutschland gibt es erste Anzeichen dafür, dass die Zeit teurer Tickets für schlechte Verkehrsverbindungen zu Ende geht.

Im brandenburgischen Templin leben die deutschen Pioniere des kostenlosen Nahverkehrs. Dort nahm nach der Wende der Autoverkehr so rasant zu, dass die Luftqualität des Kurortes ernsthaft in Gefahr geriet. Templin führte eine revolutionäre Reform durch: Unentgeltlich Bus fahren für jedermann. Die Fahrgastzahlen explodierten, neue Busse mussten angeschafft werden. Weil aber die Kosten stiegen, mussten die Bürger doch wieder an der Finanzierung beteiligt werden. Heute gibt es eine "Jahreskurkarte" für nur 44 Euro, und die nutzen immer noch mehr Menschen als vor der Reform.

 

 

 

 

 

 

 

Verkehrsexperte Allan Allaküla ist stolz auf seine Heimatstadt Tallinn. Denn in der Hauptstadt von Estland können die Einwohner seit 2013 mit einem elektronischen Ticket alle Busse und Bahnen kostenlos nutzen. In Dünkirchen hingegen läuft derzeit ein Probebetrieb für den Nulltarif an den Wochenenden. (Quelle: ZDF)

Samstag, 28. Oktober 2017, 17.35 Uhr, ZDF; plan b: Fahren ohne Fahrschein - Kostenloser Nahverkehr; Film von Julia Mayer und Johannes Backes

 

Weitere Informationen: www.zdf.de

Titelbild: Die estnische Hauptstadt Tallinn hat den Nulltarif für Busse und Bahnen eingeführt und gleichzeitig viel Geld in den öffentlichen Nahverkehr investiert. Seitdem ist die Altstadt nahezu autofrei. Foto: ©ZDF/Johannes Backes

Ein Beitrag aus seiner Zeit.

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