Galerie Handwerk: Künstlerisches Spielzeug – spielerische Kunst zum Thema „Krippe“

 

Rund 50 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Großbritannien, Italien, Tschechien und der Slowakei zeigen ein individuelles Spektrum der Geschehnisse in Bethlehem vor mehr als 2000 Jahren.

 

Bildunterschrift (o.): Das Christkindl in der Zigarrenschachtel – eine originelle Idee von Katja Krumbeck aus Darmstadt. Foto: Handwerkskammer München

Besonders beliebt und sehr unterschiedlich dargestellt ist das Motiv der Heiligen Drei Könige. Eindrucksvoll und an alpine Sagengestalten erinnernd stehen etwa die rustikalen Könige der Bozenerin Daniela Chinellato da. Umgeben von einem Gewirr winterlich kahler dürrer Äste lassen sie durchaus an Perchten denken, gleichzeitig werden sie zärtlich von Handschuhen umfasst.

 

Bildunterschrift (o.): Fröhlich turnt das Jesus-Knäblein auf dem Rüssel eines Elefanten in der Krippeninterpretation der tschechischen Künstlerin Tereza Komarkova. Foto: Handwerkskammer München

Die blechernen Heiligen Drei Könige von Andy Hazell aus Wales bringen praktische Geschenke für den Haushalt von Joseph und Maria dar: Toaster, Teekanne, Mixer. Edwina Bridgeman, Großbritannien, präsentiert eine „Krippe aus dem Koffer“, gefertigt aus Treibholz und anderen Fundstücken. So prangt auf dem Kopf eines der Magier das funkelnde Bruchstück einer Gürtelschnalle.

An Engeln mangelt es ebenfalls nicht. So schweben luftige, aus Butterbrotpapier gefertigte Engel durch den Raum, gestaltet von Eva Lüps aus Uffing am Ammersee. Becky Adams aus Großbritannien stellt zarte Himmelswesen aus Spitze und Zeitung aus.

Auf den Punkt bringt Dr. Miriam Stark aus Putzbrunn die Sache: Die gefilzte Buchstabenfolge J-e-s-u-s liegt in der Krippe, bewacht von lebensgroßen „Trophäen“ von Ochs und Esel, natürlich ebenfalls gefilzt, getreu Starks Mottos: „Gefilzt statt geschossen!“.
 

 

Bildunterschrift (r.):Da liegt Jesus in der Krippe aus Holz, ausgelegt mit Stroh und bei näherer Bettrachtung sehen wir die gefilzten Buchstaben J E S U S … Foto: Handwerkskammer München

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonders ans Herz legen möchten wir die bezaubernden und berührenden „Schaukästen“ von Shirin Sha. Sie hat die Wünsche und Träume von iranischen Kindern in duftige Szenen aus weißem Papier umgesetzt: ein Mädchen wünscht sich einen Blumenladen, ein anderes träumt von einer Karriere als Ballerina, ein Kind möchte die weite Welt kennenlernen…. Lauter Dinge, die im Iran nicht so ohne weiteres verwirklicht werden können.

 

 

 

 

 

 

Bildunterschrift (l.): Shirin Sha aus München setzt Wünsche und Träume iranischer Kinder in bezaubernde zarte Papierkunstwerke in Plexiglaskästen um. FotoHandwerkskammer München

 

 

 

 

Die Verkaufsaustellung „Künstlerisches Spielzeug – Spielerische Kunst“ läuft noch bis zum 30. Dezember 2015.

Brikada-Empfehlung: Englische Atmosphäre gepaart mit Humor und Stoff zum Nachdenken. 
Doris Losch

 

Weitere Informationen:
www.hwk-Muenchen.de/galerie

Titelbild: Man hört sie förmlich "Hosianna" singen, die ätherischen Engel von Lynn Muir. Foto: Handwerkskammer München