Ute Patel-Missfeldt: „24 Weibsbilder 2016“ – sehr weiblich und ganz schön gewagt

Mut zum Ungewöhnlichen – so kennt man Ute Patel-Missfeldt, Künstlerin und Initiatorin der Mut zum Hut-Schau in Neuburg an der Doanu. Mit ihrem jüngsten Werk, einem großformatigen Wandkalender (soeben vom Spica Verlag druckfrisch auf dem Redaktionstisch serviert) bleibt sie ihrer ausdrucksstarken Künstlerhandschrift treu. Opulente Frauenfiguren, überbordend mal vor Lebensfreudem, mal vor humorvollem Sich-auf-die-Schippe-nehmend. Kaum ein menschliches Missgeschick scheint den bisweilen nur sehr sparsam bekleideten Weibsbildern fremd, nicht ohne Riesenportion Selbstironie.

Die zeichnerischen Details sind es denn auch, mit denen die erklärte Katzenfreundin ihre 24 Weibsbilder zusätzlich und vor allem humorvoll ausstaffiert. Kleine Anekdoten, erzählerisch-malerisch umgesetzt: Ein Stuhlbein mit liebreizendem Fuchsköpfchen, Katzen, die sich um die letzten Tropfen fast leerer Weinflaschen balgen, ein Fächer in Form eines Pfantasieschmetterlings („Hasch mich, ich bin der Frühling“) oder aber ein fülliges Weibsbild, ihren selbstgebackenen Napfkuchen sie mit „Der scheint ja mal gelungen“ kommentiert, ihr zu Füßen ein Kätzchen mit umgestülpter Tasse auf dem Kopf aus der Kaffeetropfen pladdern.

Brikada-Bewertung: Kein Jahresbegleiter für Prüde. Für alle anderen ein satter Augenschmaus mit großzügigem Sinn für kühne Karikaturen, Ironie und Ausdrucksstärke.
Brigitte Karch

Ute Patel-Missfeldt: „24 Weibsbilder 2016“, 28 Seiten, Format: 40 x 40 cm, 24,90 Euro, ISBN 978-3-943168-84-6, erschienen im Spica-Verlag, Neubrandenburg.

Weitere Informationen:
www.artkiss.de
www.mutzumhut.de

Titelbild: Weibsbilder 2016. „Um lachend den Tag zu beginnen, erscheint mit 24 Karikaturen Ute Patel-Missfeldts Weibsbilderkalender. Ähnlichkeiten sind zufällig und unbeabsichtigt“, Spica-Verlag, Neubrandenburg.

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